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KomNet-Wissensdatenbank

Gibt es Musterinformationen zur Dokumentation der Prüfung von Leitern, insbesondere bei festgestellten Mängeln?

KomNet Dialog 5700

Stand: 04.06.2009

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Prüfungen (1.13) > Durchführung von Prüfungen

Dialog
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Frage:

In unserer Firma wurden die Hausmeister bzgl. der wiederkehrenden Prüfungen von Leitern und Tritten unterwiesen und zur befähigten Person (Sachkundiger) schriftlich bestellt. Gibt es normierte Dokumente (z.B. Aufkleber o.ä.), mit welchen nach erfolgter Prüfung defekte Leitern gekennzeichnet werden können (aus Verkehr gezogen - Reparatur oder Verschrottung), damit eine weitere Benutzung nicht erfolgen kann. Gibt es desweiteren Erfahrungen bzgl. der lückenlosen Information der Vorgesetzten von diesem Umstand (z.B. Pendelblatt, Musterdokument o. ä.), damit eine ordnungsgemäße Abhandlung gesichert werden kann? Erfahrungen, Musterdokumente bzw. Bezugsquellen wären sehr willkommen.

Antwort:

Die Benutzung einer Leiter fällt unter den Regelungsbereich der Betriebssicherheitsverordnung. Nach Anhang 2 Nr. 5.3 der BetrSichV  darf der Arbeitgeber Beschäftigten nur solche Leitern zur Verfügung stellen, die nach ihrer Bauart für die jeweils auszuführende Arbeit geeignet sind. "Der Arbeitgeber hat dafür zu sorgen, dass Leitern wiederkehrend auf ihren ordnungsgemäßen Zustand überprüft werden." Die Prüfungen sind im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung nach dem Arbeitsschutzgesetz und der Betriebssicherheitsverordnung (§ 3 Abs. 3 und § 10) festzulegen.

Relevant sind neben der BetrSichV die Informationen der BGI 694 "Handlungsanleitung für den Umgang mit Leitern und Tritten". Beispiele zur Prüfung von Leitern sowie ein Kontrollblatt/Checkliste werden im Anhang 2 der BGI 694 angeboten. Die Dokumeentation erfolgt in einem Prüfbuch und/oder einem Leiter-Kontrollblatt, welches fortgeschrieben wird.

Nach unserem Verständnis sollten defekte Leitern sofort aus dem Verkehr gezogen werden und getrennt von den ordnungsgemäßen Leitern aufbewahrt werden, z.B. in einem verschlossenen Raum oder mit Kette und Schloss gesichert sein. Zugang dazu solte nur ein begrenzter Personenkreis, der mit den Prüfergebnissen und der Instandsetzung betraut ist, haben.