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Welche Arbeitsmedizische Vorsorge ist bei einer vermutlichen Asbestexposition angebracht: Angebots- oder Wunschvorsorge?

KomNet Dialog 43510

Stand: 30.06.2021

Kategorie: Gesundheitsschutz > Arbeitsmedizinische Vorsorge > Untersuchungspflichten

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Frage:

Frage zur Arbeitsmedizinischen Vorsorge bei Asbest Mitarbeiter eines Montageunternehmens führen keine ASI-Arbeiten gem. TRGS 519 durch und kommen auch sonst bei ihrer regulären Arbeit nicht mit Asbest in Berührung. Im Rahmen ihrer Tätigkeit hat allerdings eine vermutliche Asbestexposition durch ein einmaliges, unfallartiges Ereignis stattgefunden. Ob tatsächlich Asbest freigesetzt wurde, kann im Nachhinein nicht mehr festgestellt werden. Welche Arbeitsmedizische Vorsorge ist hier angebracht: Angebots- oder Wunschvorsorge.

Antwort:

Laut Arbeitsmedizinischer Vorsorgeverordnung (ArbMedVV) Anhang Teil 1 "Tätigkeiten mit Gefahrstoffen" ist (2) Angebotsvorsorge erforderlich bei Tätigkeiten mit den in Absatz 1 Nr. 1 genannten Gefahrstoffen (zu den an dieser Stelle aufgelisteten Gefahrstoffen zählt auch Asbest), wenn eine Exposition nicht ausgeschlossen werden kann und der Arbeitgeber keine Pflichtvorsorge zu veranlassen hat.

Dies ist im geschilderten Fall gegeben, so dass Angebotsvorsorge zu veranlassen ist.