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Sind Aufzugsanlagen im Privathaus weiterhin prüfpflichtig und muss eine Gefährdungsbeurteilung erstellt werden? Die Landesbauordnung NRW hat sich zum 1.1.2019 geändert und der Paragraph 39 hat sich geändert.

KomNet Dialog 42825

Stand: 29.01.2019

Kategorie: Gesunde Arbeit / Arbeitsschutz > Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Aufzugsanlagen

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Frage:

Sind Aufzugsanlagen im Privathaus weiterhin prüfpflichtig und muss eine Gefährdungsbeurteilung erstellt werden? Die Landesbauordnung NRW hat sich zum 1.1.2019 geändert und der Paragraph 39 hat sich geändert.

Antwort:

Die Gültigkeit der Betriebssicherheitsverordnung für rein privat genutzte überwachungsbedürftige Anlagen ist oft in den jeweiligen Bauordnungen geregelt. Da wir zum Baurecht keine Auskunft geben können und dürfen, bitten wir Sie, sich diesbezüglich an die zuständige Baubehörde zu wenden)

 

Hinweis:

Wird die Wohnung bzw. das Haus nur von dem Eigentümer genutzt, ist keine Gefährdungsbeurteilung erforderlich.

Eine Gefährdungsbeurteilung ist jedoch nötig, wenn der Wohnungs- bzw. Hauseigentümer Arbeitgeber ist und der Aufzug zur Erfüllung der Arbeitsaufgabe genutzt wird.

 

Eine private Aufzugsanlage unterliegt dann den gleichen Sachanforderungen, Technischen Regeln und Prüffristen wie eine überwachungsbedürftige Anlage, die ein Arbeitsmittel ist.

 

Beispiel:

Ein Wohnungseigentümer beschäftigt eine Reinigungskraft in seiner Wohnung und ist somit Arbeitgeber. Zum Erreichen des Arbeitsplatzes (Wohnung) nutzt die Reinigungskraft den Aufzug. In diesem Falle ist der Aufzug Verkehrsmittel wie beispielsweise Bus und Bahn und eine Gefährdungsbeurteilung ist nicht erforderlich. Beauftragt der Wohnungseigentümer (Arbeitgeber) aber die Reinigungskraft, den Müll aus der Wohnung zu entsorgen und dazu den Aufzug zu nutzen, ist der Aufzug ein Arbeitsmittel und eine Gefährdungsbeurteilung ist zu erstellen.