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Was müssen wir beachten, wenn betriebsfremde Personen (Spediteure etc.) mit unseren Staplern fahren?

KomNet Dialog 2959

Stand: 10.10.2014

Kategorie: Betriebliches Arbeitsschutzsystem > Beauftragte / Bestellte > Staplerfahrer

Dialog
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Frage:

Bei uns im Werk nutzen betriebsfremde Personen unsere Stapler (z.B. Spediteure be/entladen ihre LKWs, Fremdfirmen bauen bzw. reparieren Anlagen). Was müssen wir beachten, wenn betriebsfremde Personen mit unseren Staplern fahren?

Antwort:

Das Arbeitsschutzgesetz -ArbSchG- verpflichtet unter § 8 die Arbeitgeber zur Zusammenarbeit. Die Arbeitgeber müssen sich gegenseitig und ihre Beschäftigten über die mit den Arbeiten verbundenen Gefahren für Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten unterrichten und Maßnahmen zu Verhütung dieser Gefahren abstimmen. Der Arbeitgeber muss sich je nach Art der Tätigkeit vergewissern, dass die Beschäftigten anderer Arbeitgeber, die in seinem Betrieb tätig werden, hinsichtlich der Gefahren für ihre Sicherheit und Gesundheit während ihrer Tätigkeit in seinem Betrieb angemessene Anweisungen erhalten haben (§ 8 Abs. 2 ArbSchG).

Wollen/sollen betriebsfremde Personen die betrieblichen Flurförderzeuge nutzen, müssen sie gegenüber dem Betrieb ihre Befähigung (Staplerschein) nachweisen. Im Übrigen hat gemäß § 15 der DGUV Vorschrift 68 (bisher: BGV D27) "Flurförderzeuge" der Fahrer eines Flurförderzeuges dieses gegen unbefugte Benutzung (Schlüssel abziehen) zu sichern! Die Nutzung von betrieblichen Einrichtungen und von Flurförderzeugen sollte in der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt werden. Wir empfehlen, die Rahmenbedingungen für die Nutzung von betrieblichen Einrichtungen und von Flurförderzeugen in einer Betriebsanweisung zu regeln. Betriebsfremde Personen sollten die Kenntnisnahme und Beachtung dieser Betriebsanweisung schriftlich bestätigen.