Inhaltsbereich
Seitentitel

KomNet-Wissensdatenbank

Wie hoch darf die Durchlässigkeitsrate einer Brandschutztür eines Co^2-Gaslöschbereichs bei Auslösung sein?

KomNet Dialog 27903

Stand: 17.11.2016

Kategorie: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Brandschutz > Baulicher Brandschutz, Rettungseinrichtungen

Dialog
Favorit

Frage:

Wie hoch darf die Durchlässigkeitsrate einer Brandschutztür eines Co^2-Gaslöschbereichs bei Auslösung sein? Muss die Tür absolut dicht sein? Nach DIN sind bestimmte Durchlässigkeitsraten bei Brandschutztüren zulässig. Gilt für einen Gas-Löschbereich das gleiche? Hier geht es um die zulässige Co^2 Konzentration in dem nebenliegenden Raum/Fluchtweg.

Antwort:

Das Austreten von CO^2-Löschmittel in Nachbarräume kann nicht nur über Brandschutztüren begrenzt werden. Diese Türen sind nicht gasdicht.

Brandschutztüren können in Abhängigkeit von ihrem bauaufsichtlichen Verwendbarkeitsnachweis im Bodenbereich einen Spalt von 1,5 cm +/- 0,3 cm aufweisen
.
Es gibt Kombinationstüren, bei denen der Brandschutz mit dem Schutz gegen den Durchtritt von Rauch kombiniert ist. Gasdicht sind diese Türen auch nicht. Auch Rauchschutztüren dürfen gem DIN 18095 eine, in Abhängigkeit der Größe der Türen, definierte Leckrate von 20m³/h -50 m³/h aufweisen.

Dem entsprechend sind die nachfolgenden Regelungen der BGR 134 zu beachten:  

4.7.2 Kann nicht sichergestellt werden, dass ausströmendes Löschmittel auch in angrenzende Räume oder Bereiche entweichen kann, sind diese in das Alarmierungssystem mit einzubeziehen.

Es bleibt deshalb nur eine sichere Lösung: Die Lecküberwachung des Gases ist so ausbilden, dass bei Austreten von Gas die an das Gaslager anliegenden Räume mit alarmiert werden.