Inhaltsbereich
Seitentitel

KomNet-Wissensdatenbank

Müssen ausgebildete Hauswirtschaftlerinnen im Umgang mit Küchenmaschinen unterwiesen werden?

KomNet Dialog 25918

Stand: 12.02.2016

Kategorie: Betriebliches Arbeitsschutzsystem > Arbeitsschutzorganisation, Arbeitsschutzmanagement > Einweisung, Unterweisung

Dialog
Favorit

Frage:

In einen Wohnheim sind für die Zubereitung der Speisen ausgebildete Hauswirtschaftlerinnen angestellt. Uns stellte sich nun die Frage, ob diese auch im Umgang mit Küchenmaschinen (z.B. Pürierstab, Brotschneidemaschine, Mikrowelle etc.) unterwiesen werden müssen?

Antwort:

Nach § 12 Abs. 1 des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) muss der Arbeitgeber ... die Beschäftigten über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit während ihrer Arbeitszeit ausreichend und angemessen unterweisen. Die spezifischen Gefährdungen muss er im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung ermitteln, zu deren Durchführung er nach § 5 Arbeitsschutzgesetz verpflichtet ist.

Konkreter wird auf den Umgang mit Arbeitsmitteln in der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) eingegangen. Nach § 12 der  BetrSichV müssen Beschäftigte, bevor sie ein Arbeitsmittel erstmalig verwenden, unterwiesen werden. Die Verordnung gibt unter § 2 (1) die folgende Definition für Arbeitsmittel:
Arbeitsmittel sind Werkzeuge, Geräte, Maschinen oder Anlagen, die für die Arbeit verwendet werden...

Da Küchenmaschinen auch unter die genannte Definition fallen, ist hier ebenso eine Unterweisung notwendig. Diese sollte sich inhaltlich an den in der Gefährdungsbeurteilung ermittelten arbeitsplatz- und tätigkeitsbezogenen Gefährdungen orientieren.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Unfallversicherungsträgern (http://publikationen.dguv.de/dguv/), beispielsweise in der Broschüre DGUV-Information 211-005 (früher: BGI 527)  "Unterweisung - Bestandteil des betrieblichen Arbeitsschutzes".