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Was bedeutet Daueraufenthalt im Zusammenhang mit der Einrichtung eines Arbeitsplatzes?

KomNet Dialog 1871

Stand: 30.10.2015

Kategorie: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Arbeitsplatz- und Arbeitsstättenbeschaffenheit > Rechts- und Auslegungsfragen, Sonstiges (9.1.11)

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Frage:

Die Baubehörde genehmigt einen Dachausbau mit dem Hinweis `nicht zum Daueraufenthalt zugelassen, da der zweite Rettungsweg fehlt`. Was bedeutet in diesem Zusammenhang (Einrichtung eines Arbeitsplatzes) Daueraufenthalt?

Antwort:

Die Begriffe Arbeitsstätte, Arbeitsraum und Arbeitsplatz sind im § 2 der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV)definiert. Arbeitsräume sind demnach Räume, in denen Arbeitsplätze innerhalb von Gebäuden dauerhaft eingerichtet sind. Arbeitsplätze wiederum sind Bereiche von Arbeitsstätten, in denen sich Beschäftigte bei der von ihnen auszuübenden Tätigkeit regelmäßig über einen längeren Zeitraum oder im Verlauf der täglichen Arbeitszeit nicht nur kurzfristig aufhalten müssen.

Eine Konkretisierung der recht allgemein gehaltenen Zeitvorgaben ergibt sich aus dem Abschnitt C 2 der LASI-Leitlinien zur Arbeitsstättenverordnung - LV 40 . Dort ist erläutert, dass Arbeitsplätze im Sinne obiger Definition nach allgemeiner Auffassung dann vorliegen, wenn sich Beschäftigte zur Verrichtung ihrer Arbeitsaufgabe in abgrenzbaren Bereichen einer Arbeitstätte entweder mindestens zwei Stunden täglich oder an mindestens 30 Arbeitstagen im Jahr aufhalten.

Die Beantwortung der Frage erfolgt aus arbeitsschutzrechtlicher Sicht. In Bezug auf das Baurecht wenden Sie sich bitte an die zuständige Baubehörde. Ob bzw. welche Tätigkeiten in dem ausgebauten Dachgeschoss zulässig sind, sollte durch direkten Kontakt mit der Baugenehmigungsbehörde und den in der Regel beteiligten Fachdienststellen wie vorbeugender Brandschutz der Feuerwehr und Staatliche Arbeitsschutzbehörde/Gewerbeaufsicht geklärt werden.