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KomNet-Wissensdatenbank

Müssen Personen, die zur "Befähigten Person" geschult wurden, regelmäßig eine Wiederholungsschulung bekommen?

KomNet Dialog 15705

Stand: 02.03.2012

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Prüfungen (1.13) > Prüfende Personen und Institutionen

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Frage:

Gibt es eine gesetzliche Grundlage für die Wiederholung der Schulung zur "Befähigten Person"? Müssen Personen, die zur "Befähigten Person" geschult wurden, regelmäßig eine Wiederholungsschulung bekommen? Falls es keine gesetzliche Vorgabe gibt, sind Wiederholungsschulungen empfehlenswert?

Antwort:

Befähigte Personen verfügen entsprechend § 2 Abs. 7 Betriebssicherheitsverordnung - BetrSichV  für diese Tätigkeit über Fachkenntnisse, die sie durch

1. Berufsausbildung,
2. Berufserfahrung und
3. zeitnahe berufliche Tätigkeit
erworben haben. Mindestvoraussetzung sind die in der TRBS 1203 genannten Kriterien.

Das Kriterium "Zeitnahe berufliche Tätigkeit" gliedert sich in "Erfahrungen", die die Person mit der Durchführung der anstehenden Prüfung oder vergleichbarer Prüfungen besitzen und in eine "angemessene Weiterbildung". "Die befähigte Person muss über Kenntnisse zum Stand der Technik hinsichtlich des zu prüfenden Arbeitsmittels und der zu betrachtenden Gefährdungen verfügen."

"Zur zeitnahen beruflichen Tätigkeit gehört die Durchführung von mehreren Prüfungen pro Jahr (Erhalt der Prüfpraxis).
Bei längerer Unterbrechung der Prüftätigkeit müssen durch die Teilnahme an Prüfungen Dritter erneut Erfahrungen mit Prüfungen gesammelt und die notwendigen fachlichen Kenntnisse erneuert werden." (Abschnitt 2.3)

Zusätzlich muss die befähigte Person für die Prüfungen zum Schutz vor elektrischen Gefährdungen ihre Kenntnisse der Elektrotechnik aktualisieren, z. B. durch Teilnahme an Schulungen oder an einem einschlägigen Erfahrungsaustausch (Abschnitt 3.3).

Fazit: Eine Fortbildung der befähigten Personen ist notwendig, wenn eine mehrmonatige Prüfpraxis nicht mehr besteht oder anderweitige Defizite sich abzeichnen. Durch regelmäßige Teilnahme an Schulungen oder an einem Erfahrungsausstausch können Defizite vermieden werden.
Grundsätzlich ist es Aufgabe des Arbeitgebers zu ermitteln und festzulegen, welche Voraussetzungen eine Person erfüllen muss, um als befähigte Person Arbeitsmittel prüfen zu können.  Hierbei soll er sich von der Fachkraft für Arbeitssicherheit und dem betriebsarzt bearten und unterstützen lassen.