Inhaltsbereich
Seitentitel

KomNet-Wissensdatenbank

Welche lichte Höhe eines Übergangs muss unterhalb einer Kranbrücke realisiert werden?

KomNet Dialog 14718

Stand: 12.10.2011

Kategorie: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Arbeitsplatz- und Arbeitsstättenbeschaffenheit > Verkehrswege

Dialog
Favorit

Frage:

Wir planen einen Übergang über eine bestehende Anlage. Dieser Übergang soll den Mitarbeitern als regulärer Verkehrsweg dienen. Über der Anlage befindet sich noch ein flurgesteuerter Kran. Wie groß muss die lichte Höhe zwischen Unterkante der verfahrbaren Kranbrücke und Oberkante Verkehrsweg mindestens sein? Reichen die von uns eingeplanten 2,1 m aus? Sind ggf. Ersatzmaßnahmen möglich, wenn die 2,1 m nicht ausreichen?

Antwort:

Anforderungen an Verkehrswege findet man in der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) im Anhang nach § 3 Abs. 1. Unter Ziffer 1.8 (1) wird dort ausgeführt, dass Verkehrswege …. so angelegt und bemessen sein müssen, dass sie je nach ihrem Bestimmungszweck leicht und sicher begangen oder befahren werden können.

In der ASR 17/1,2 - Verkehrswege - wird unter Ziff. 2.4.2.2 - Höhe - aufgeführt, dass die lichte Mindesthöhe über Wegen 2,00 m betragen soll. Unter Hängetransportvorrichtungen ist im Bereich von Wegen eine Schutzvorrichtung anzubringen, sofern die Gefahr der Verletzung durch herabfallendes Ladegut besteht. Die lichte Höhe zur Schutzvorrichtung soll 2,00 m nicht unterschreiten.

Der Arbeitgeber muss im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung nach §§ 5 und 6 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) die vorhandenen Gefährdungen ermitteln und festlegen, welche Maßnahmen des Arbeitsschutzes getroffen werden. Bei der Festlegung der Arbeitsschutzmaßnahmen bzw. Ersatzmaßnahmen muss der Arbeitgeber u. a. den Stand der Technik berücksichtigen. Der Stand der Technik wird u. a. in den Technischen Regeln und den Berufsgenossenschaftlichen Vorschriften konkretisiert.

Ein geeignetes Gremium, Probleme des Arbeitsschutzes betriebsspezifisch zu erörtern, ist der Arbeitsschutzausschuss. Im Arbeitsschutzausschuss sind gemäß Arbeitssicherheitsgesetz Arbeitgeber, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Betriebsarzt, Sicherheitsbeauftragte und der Betriebsrat vertreten.