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In welchen Zeitabständen muss die G 37 Untersuchung -nach der Erstuntersuchung- den Beschäftigten angeboten werden?

KomNet Dialog 13932

Stand: 19.06.2012

Kategorie: Gesundheitsschutz > Arbeitsmedizinische Vorsorge > Untersuchungspflichten

Dialog
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Frage:

Frage: In welchen Zeitabständen muss die G 37 Untersuchung -nach der Erstuntersuchung- den Mitarbeitern angeboten werden? In § 5 ArbMedVV wird von regelmäßigen Abständen gesprochen.

Antwort:

Bei der Untersuchung der Augen und des Sehvermögens bei Tätigkeiten mit Bildschirmgeräten handelt es sich um eine arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung, die der Arbeitgeber den betreffenden Beschäftigten anzubieten hat (Angebotsuntersuchung). Die Konkretisierungen hierzu ergeben sich aus Teil 4 Absatz 2 des Anhangs zur Arbeitsmedizinvorsorgeverordnung - ArbMedVV.

Der BGI 504-37 - Handlungsanleitung für die arbeitsmedizinische Vorsorge nach dem Berufsgenossenschaftlichen Grundsatz G 37 "Bildschirmarbeitsplätze" http://publikationen.dguv.de ist bezüglich der Thematik unter Ziffer 2 zu entnehmen, dass Nachuntersuchungen bei 
- Personen bis 40 Jahre vor Ablauf von 60 Monaten, und bei
- Personen über 40 Jahre vor Ablauf von 36 Monaten anzubieten sind.
Sollten Beschäftige diese Untersuchung ablehnen bzw. nicht wahrnehmen, muss dieses Angebot vom Arbeitgeber regelmäßig wiederholt werden.

Eine Frist, innerhalb der bei Verzicht auf eine Angebotsuntersuchung diese entsprechend § 5 Absatz 1 der ArbMedVV erneut anzubieten ist, ist explizit nicht  festgelegt. Der BGI 504-37 ist dazu unter Ziffer 4 folgendes zu entnehmen:
"Die Entscheidung, ob eine Vorsorgeuntersuchung anzubieten ist, kann nur in Abhängigkeit von der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung vor Ort und somit bezogen auf den Einzelfall getroffen werden."

Das bedeutet, dass auch mit der Gefährdungsbeurteilung zu klären ist, wann eine Untersuchung erneut anzubieten ist.
Wir empfehlen bei einem Verzicht auf die Angebotsuntersuchung, im Rahmen der Unterweisungen (mindestens einmal jährlich) die Teilnehmer auf die Möglichkeit der angemessenen Untersuchung der Augen und des Sehvermögens entsprechend Ziffer 3.2 der BGI 504-37 hinzuweisen. Ebenfalls kann eine Beratung der Beschäftigten durch den Betriebsarzt hilfreich sein, die gesundheitliche Notwendigkeit einer solchen Vorsorgeuntersuchung zu unterstreichen.