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Welche Lagervorschiften sind für die ortsfeste Lagerung von giftigen Stoffen zu beachten?

KomNet Dialog 10823

Stand: 16.04.2010

Kategorie: Gesunde Arbeit / Arbeitsschutz > Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Lagerung von Gefahrstoffen

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Frage:

Welche Lagervorschiften sind für die ortsfeste Lagerung von giftigen Stoffen zu beachten?

Antwort:

Bei der Lagerung von Gefahrstoffen ist das Chemikalienrecht zu beachten. Einschlägig ist hierbei das abgestufte Maßnahmenkonzept in Abschnitt 4 "Schutzmaßnahmen" der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV). Im § 8 "Allgemeine Schutzmaßnahmen" Absatz 7 ist ausdrücklich geregelt, dass der Arbeitgeber sicherzustellen hat, dass

"(...) als giftig, sehr giftig, krebserzeugend Kategorie 1 oder 2, erbgutverändernd Kategorie 1 oder 2 oder fortpflanzungsgefährdend Kategorie 1 oder 2 eingestufte Stoffe und Zubereitungen unter Verschluss oder so aufbewahrt oder gelagert werden, dass nur fachkundige und zuverlässige Personen Zugang haben."

Aufbauend auf dem Chemikalienrecht ist die TRGS 510„Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern“ als technische Regel anzuwenden (Hinsichtlich der Anwendung der TRGS 510 sind die unter Nummer 1 "Anwendungsbereiche" aufgeführten Mengenbereiche zu beachten).

Hinweise: Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung sind ebenfalls andere Eigenschaften der Stoffe, wie z. B. Brennbarkeit oder Explosionsgefahr zu berücksichtigen. Darüber hinaus kann ggf. auch das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) zutreffen.