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KomNet-Wissensdatenbank

Liegt aus Sicht der Arbeitgeberseite ein Verstoß gegen Vorschriften des Mutterschutzes vor, wenn die werdende Mutter ihre Schwangerschaft für sich behält?

KomNet Dialog 1034

Stand: 06.01.2016

Kategorie: Besondere Zielgruppen > Werdende und stillende Mütter > Mitteilung der Schwangerschaft

Dialog
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Frage:

Eine Mitarbeiterin im Call Center hat ein Kind bekommen, obwohl am Vortag noch niemand etwas davon wusste. Liegt aus Sicht der Arbeitgeberseite ein Verstoß gegen Vorschriften des Mutterschutzes vor?

Antwort:

Werdende Mütter sollen dem Arbeitgeber ihre Schwangerschaft und den mutmaßlichen Tag der Entbindung mitteilen, sobald ihnen ihr Zustand bekannt ist (Mutterschutzgesetz, § 5 Abs.1). Da die werdende Mutter mutterschutzrechtlich zur Mitteilung ihrer Schwangerschaft nicht verbindlich verpflichtet ist, steht der Zeitpunkt, wann sie die Mitteilung machen will, in ihrem Belieben. Der Arbeitgeber muss unverzüglich nach Bekanntgabe der Schwangerschaft durch die werdende Mutter die Schwangerschaftsmitteilung an zuständige Aufsichtsbehörde (in Nordrhein-Westfalen die Dezernate 56 der Bezirksregierung) senden. Zuständig ist die Behörde, in deren Aufsichtsbezirk sich der Beschäftigungsort der werdenden Mutter befindet.

Weiterführende Informationen zum Mutterschutz finden sich im Internet unter: https://www.mais.nrw/mutterschutz