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KomNet-Wissensdatenbank

Gibt es Empfehlungen für Maßnahmen gegen elektrostatische Aufladung am Büroarbeitsplatz?

KomNet Dialog 42193

Stand: 06.02.2018

Kategorie: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Arbeitsplatz- und Arbeitsstättenbeschaffenheit > Büroarbeitsplätze

Dialog
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Frage:

Bei einigen Beschäftigten bestehen Probleme durch elektrostatische Entladungen und daraus folgenden Schreckreaktionen am Büroarbeitsplatz. Gibt es Empfehlungen für Maßnahmen gegen elektrostatische Aufladung? Was kann der Betrieb tun um diese Belastungen für den Beschäftigten zu verringern?

Antwort:

Gemäß Nr.4 Abs.5 der Technischen Regel für Arbeitsstätten ASR A1.5/1,2 "Fußböden" sollen von Fußböden keine spürbaren elektrostatischen Aufladungen ausgehen.


Häufig führen Teppichböden aus synthetischen Fasern zu statischen Aufladungen. Deshalb sind hier andere Bodenbeläge als synthetische Teppichböden zu empfehlen. Grundsätzlich lässt sich das elektrostatische Aufladen durch Erdung vermeiden, z.B. durch das Anbringen eines dünnen Metallgeflechts (Folie) unterhalb des Teppichs oder durch die Verwendung eines Teppichbodens, in den Metallfasern eingewoben sind.


Weitere Möglichkeiten zur Vermeidung elektrostatischer Aufladungen im Bürobereich sind:

  • sogenannte "antistatische" Arbeitsplatzmatten, die auf dem vorhandenen Bodenbelag vor dem Bildschirmarbeitsplatz ausgelegt werden können.
  • leitfähiges Schuhwerk. Turnschuhe sind weniger geeignet.
  • Erhöhung der relativen Luftfeuchtigkeit (70%). 
  • auch der Bezug der Bürostühle kann eine Rolle spielen, da nicht leitfähige Bezüge die Ursache für Körperaufladungen sein können.