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Gelten normale Treppen als Arbeitsmittel i S. d. BetrSichV? Ist für Treppen eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen?

KomNet Dialog 29194

Stand: 04.05.2017

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Rechts- und Auslegungsfragen (1.11) > Fragen zur Betriebssicherheitsverordnung

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Frage:

Gelten normale Treppen als Arbeitsmittel i S. d. BetrSichV ? Gemeint sind hier ganz normale Treppen in Treppenhäusern von z. B. Bürogebäuden, aber auch Treppen zwischen einzelnen Bühnen (Ebenen) produktionstechnischer Anlagen (auch in Freianlagen ohne Überdachung). Ist für solche Treppen bzw. für Treppen im Allgemeinen eine Gefährdungsbeurteilung und einhergehend eine Betriebsanweisung zu erstellen?

Antwort:

Nein, normale Treppen gelten nicht als Arbeitsmittel im Sinne der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV). Eine Gefährdungsbeurteilung ist dennoch zu erstellen, da die Treppen in den Geltungsbereich der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) fallen (s. § 3 ArbStättV).  Insbesondere sind die Nummer 1.8 des Anhangs der ArbStättV und die ASR A1.8 "Verkehrswege" mit in die Gefährdungsbeurteilung einzubeziehen.

Des Weiteren findet sich in den Leitlinien zur BetrSichV unter Punkt A 2.1 folgendes:
"Gebäude in denen sich Arbeitsstätten befinden unterliegen der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV). Bei Einrichtungen in Gebäuden, wie zum Beispiel Treppen, Türen, Rolltore, Beleuchtung, Lüftungstechnische Anlagen, Elektroinstallationen und Heizungsanlagen gelten in ersten Linie die Anforderungen der ArbStättV. Die BetrSichV ist gleichzeitig anzuwenden, wenn die Anforderungen aus der ArbStättV nicht ausreichend für die Gewährleistung der Sicherheit der Beschäftigten angesehen werden und die Benutzung der Einrichtungen in direktem Zusammenhang mit der Arbeit steht ( z.B. Elektroinstallation in explosionsgefährdeten Bereichen)."