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Wird sich die Brandgefahr durch eine CO2-Löschanlage erhöhen, wenn mit kleinen Mengen Stoffen umgegangen wird, die nicht mit CO2 gelöscht werden können?

KomNet Dialog 16419

Stand: 30.06.2016

Kategorie: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Gestaltung von Arbeitsplätzen > Sichere Produkte

Dialog
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Frage:

In unserem Unternehmen werden u.a. Gefahrstoffe eingesetzt, die im Brandfall nicht mit CO2 gelöscht werden können (Buthyllithium, t-BuLi, Lithiumaluminiumhydrid, Natriumborhydrid, Natrium, Kalium ..). Umgangsmengen i.d.R. <100mL, meist gelöst in Hexan, DMF oder anderen ogranischen Lösungsmitteln. Die Abzüge sind mit einer CO2-Löschanlage ausgestattet. Würde sich aus ihrer Sicht in einem Brandfall die Gefahr aufgrund der CO2-Löscheinrichtung erhöhen?

Antwort:

Zumindest bei der aktiven Beteiligung der Leichtmetalle an dem Brand wird CO2 zu einer Gefahrenerhöhung führen, da sich das CO2 zumindest teilweise in seine Elemente zerlegt.

Möglicherweise wird in dem von Ihnen beschriebenen Fall erst das Lösemittel an der Oberfläche brennen, sodass der Effekt zunächst nicht eintritt. Dazu müssten aber für den Einzelfall im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung nähere Untersuchungen durchgeführt werden.

Durch die Wahl des alternativen Löschmittels Argon kann der Effekt jedoch verhindert werden.