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KomNet-Wissensdatenbank

Was versteht man unter Radonvorsorgegebieten?

KomNet Dialog 43392

Stand: 21.12.2020

Kategorie: Physikalische Belastungen und Beanspruchungen > Ionisierende Strahlung > Radon

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Frage:

Was versteht man unter Radonvorsorgegebieten?

Antwort:

In Radonvorsorgegebieten erwartet man besonders häufig erhöhte Radonkonzentrationen in Gebäuden. Im Detail bedeutet das, dass auf mindestens 75 % des auszuweisenden Gebietes der Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter Luft in mindestens 10 % der Anzahl der Gebäude überschritten wird. In diesen Radonvorsorgegebieten gelten dann besondere Regeln für den Schutz vor Radon, insbesondere bei Neubauten und bei Arbeitsplätzen, die im Erd- oder Kellergeschoss liegen.


In Radonvorsorgegebieten wird der Referenzwert nicht in jedem Gebäude überschritten. Umgekehrt sind aber auch außerhalb von ausgewiesenen Gebieten erhöhte Radonkonzentrationen in Innenräumen möglich. Der Schutz vor Radon ist daher auch in Regionen wichtig, die nicht Radonvorsorgegebiet sind. Wer also wissen möchte, wie hoch die Radonkonzentration zu Hause oder am Arbeitsplatz ist, muss messen.