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Welche REACH-Verpflichtungen gelten für importierte Produkte, die Glycerin und Monoglyceride enthalten?

Alle Stoffe als solche oder in einer oder mehreren Zubereitungen, die Sie in Mengen von 1 Tonne oder mehr pro Jahr (pro Kalenderjahr) importieren oder herstellen, müssen Sie registrieren lassen. Das bedeutet auch, dass alle Chemikalien, die in die EU importiert werden, also in das Zollgebiet der Gemeinschaft verbracht werden, registriert werden müssen. Ausnahmen von der Registrierungspflicht sind ...

Stand: 28.09.2009

Dialog: 5281

Fragen zur Definition des Begriffs `Phase-in-Stoff`

Bei der Begriffsbestimmung im Artikel 3 Absatz 20 sind unter Punkt a) Altstoffe gemeint, also Stoffe, die vor 1981 auf dem Markt waren und für das EINECS (European Inventory of Existing Commercial Substances) meldefähig waren. Hier sind nicht Neustoffe gemeint. b) Unter b sind solche Stoffe gemeint, die zwar hergestellt, aber nicht vermarktet wurden. Die Aufnahme dieser Stoffe in die Stoffdefiniti ...

Stand: 28.09.2009

Dialog: 5286

Sind die Probleme in der Farben- und Lackindustrie seit der Verabschiedung der REACH-Verordnung größer geworden?

Aus den bei uns eingegangenen Fragen ergeben sich keine besonderen Probleme in Bezug auf die Farben- und Lackindustrie. Da der REACH-Net Beratungsservice erst im November 2006 gestartet ist, können wir in Bezug auf die bei uns eingegangenen Fragen keine Vergleiche zu der Zeit vor Dezember 2006 ziehen. REACH-Net soll bei fachlichen Fragen und Problemen in Bezug auf REACH Antworten und Lösungen biet ...

Stand: 28.09.2009

Dialog: 5284

Frage zur Registrierung von Polymeren und Additiven als Bestandteile einer importierten Dispersion

Monomere in importierten Polymeren, die mit anderen Stoffen zu Zubereitungen (Dispersionen) verarbeitet wurden, müssen unabhängig davon, ob sie schon in der EU registriert wurden, vom Importeur registriert werden, sofern das Polymer zu mindestens 2 Massenprozent aus diesem Monomer besteht und die Gesamtmenge mindestens 1 Tonne pro Jahr beträgt. Gleiches gilt für die eingesetzten Additive. Eine Reg ...

Stand: 28.09.2009

Dialog: 5287

Sind Stoffe oder Zubereitungen, die gezielt für wehrtechnische Erzeugnisse hergestellt werden, von REACH ausgenommen?

Der Text der REACH-Verordnung in Artikel 2 Absatz 3 sagt eindeutig aus, dass - Ausnahmen von der REACH-Verordnung nur in besonderen Fällen, - von den Mitgliedstaaten zugelassen werden dürfen, - wenn dies im Interesse der Landesverteidigung erforderlich ist. Ein Automatismus für die Ausnahme wehrtechnischer Erzeugnisse von REACH ist damit keinesfalls gemeint, sondern eine Einzelfallentscheidung dur ...

Stand: 25.09.2009

Dialog: 5343

Welche Pflichten haben wir nach der REACH-Verordnung bei der Herstellung diverser Korrosionsschutz-Produkte?

Die Frage ist sehr generell gestellt. Eine umfassende Antwort würde den Rahmen der Beratung, den REACH-Net bieten kann, deutlich überschreiten. Verstehen Sie also bitte diese Antwort nicht als vollständig, sondern als Orientierung. Es gibt zu allen Unterpunkten kleine „wenn und aber“, Ausnahmen etc., die aber zunächst für das Verständnis nicht von Bedeutung sind, sondern eher vom Wesentlichen able ...

Stand: 25.09.2009

Dialog: 5340

Was müssen wir als Bezieher von 4 Tonnen Ethanol 642 beachten? Was ist beim Import von anderen Stoffen (

Bei dem Bezug von Stoffen von europäischen Lieferanten müssen sie darauf achten, dass Ihre geplanten Verwendungen und möglicherweise die von Ihren Kunden im Sicherheitsdatenblatt des Lieferanten aufgenommen sind. Sie müssen zudem sicherstellen, dass Sie die empfohlenen Risikominderungsmaßnahmen einhalten und Ihre Kunden über entsprechende Maßnahmen informieren. Diesen Verpflichtungen unterliegen S ...

Stand: 25.09.2009

Dialog: 5397

Gibt es Vorschläge/Vorgaben zur Vereinheitlichung des Informationsaustausches zwischen Herstellern und nachgeschalteten Anwendern?

Es ist die Pflicht des Lieferanten, der einen Stoffsicherheitsbericht erstellen muss, dem Downstream User (DU) die einschlägigen Expositionsszenarien (evtl. einschließlich Verwendungs- und Expositionskategorien) mitzuteilen. Solche Expositionsszenarien sollen innerhalb der RIP 3.2.2 und 3.5 entwickelt werden. Nähere Informationen zum RIP-Prozess finden sie auf der Homepage der EU-Kommission . Der ...

Stand: 25.09.2009

Dialog: 5413

Ab wann genau gelten im Herstellungsprozess Formulierungen als Arzneimittel und ab wann gelten somit die Ausnahmen nach REACH?

Die am 18. Dezember 2006 vom Europäischen Parlament beschlossene Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 „(…) zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) (…)“ ist ab 1. Juni 2007 gültig. Nach Art. 2 Abs. 5 a) gelten die Titel II für die Registrierung, V für nachgeschaltete Anwender, VI für die Bewertung und VII für die Zulassung nicht, „(…) soweit ein Stoff in Human- o ...

Stand: 25.09.2009

Dialog: 5355

Wie gestaltet sich der Umgang mit REACH, wenn ein deutscher Hersteller seine Rohstoffe aus dem außereuropäischen Ausland bezieht?

Der Import von Rohstoffen ist nach REACH der Herstellung gleichgestellt. Deshalb muss ein Importeur jede Substanz, die im Rohstoff enthalten ist und mit mehr als 1 Tonne/Jahr importiert wird, (vor-)registrieren. ...

Stand: 25.09.2009

Dialog: 5353

Entsteht durch REACH ein Wettbewerbsnachteil im Vergleich zu Anbietern aus den USA bzw. Asien?

Wenn es sich um Lacklieferungen handelt, müssen Importeure von außereuropäischen Lacken für alle verwendeten Substanzen die (Vor-) Registrierung nachweisen. Der europäische Hersteller ist in dieser Beziehung auf seine Rohstofflieferanten angewiesen. Deshalb kann keine unmittelbare Benachteiligung europäischer Hersteller postuliert werden. ...

Stand: 25.09.2009

Dialog: 5352

Welche Stoffmengen dürfen nach dem 01.06.2008 noch ohne behördliche Meldungen hergestellt oder geliefert werden?

Laut Artikel 24 der REACH-Verordnung gelten nach Richtlinie 67/548/EWG angemeldete Stoffe als registriert. Falls ein solcher Stoff das nächste Tonnageband erreicht, müssen die entsprechend notwendigen Informationen eingereicht werden. Dies ist in Ihrem Beispiel nicht der Fall, da Sie sich weit unterhalb der Schwelle von 1 Tonne pro Jahr befinden. Die Tonnagebänder nach altem Chemikalienrecht haben ...

Stand: 25.09.2009

Dialog: 5376

Müssen Aluminiumoxid, Aluminiumhydroxid und Magnesiumhydroxid in Abhängigkeit von ihrer Verwendung registriert werden?

Lediglich für die Verwendung in Medikamenten müssen die Stoffe nicht registriert werden. Für die von Ihnen genannte Verwendung als flammhemmende Füllstoffe müssen die Stoffe jedoch auf jeden Fall registriert werden. Falls Sie der Hersteller oder Importeur der Stoffe sind, müssen Sie sich darum kümmern. Kaufen Sie die Stoffe in der EU ein, sind Sie nachgeschalteter Anwender (Downstream User) und ha ...

Stand: 25.09.2009

Dialog: 5354

Wie sind Neutralisierungsprozesse nach Anhang V der REACH-Verordnung definiert?

Laut Anhang V Nr. 4a sind u.a. solche Stoffe von der Registrierungspflicht nach REACH ausgenommen, die dadurch entstehen, dass ein pH-Neutralisierungsmittel seine vorgesehene Funktion erfüllt. Damit ist nicht gemeint, dass ein Salz, das durch die Neutralisation einer Lösung ausfällt, automatisch von der Registrierungspflicht ausgenommen ist. Vielmehr geht es dabei um Stoffe, die möglicherweise bei ...

Stand: 25.09.2009

Dialog: 5414

Welche Dinge müssen wir als Hersteller elektronischer Baugruppen registrieren lassen? Brauchen wir Sicherheitsdatenblätter?

Grundsätzlich muss unterschieden werden, ob Ihre Waren aus der EU stammen oder von außerhalb der EU kommen. Beziehen Sie die Waren aus der EU, so sind Sie als Hersteller von elektronischen Baugruppen im Sinne von REACH ein klassischer "nachgeschalteter Anwender“. Beziehen Sie die Waren außerhalb der EU, so sind Sie ein "Importeur". Lieferungen aus der EU: Hier sollten Sie davon ausgehen dürfen, da ...

Stand: 25.09.2009

Dialog: 5346

Ist Triethylenglycol-mono-n-butylether ein nicht-registrierungspflichtiges Polymer? Wenn man eine (vor)-registrierte Fettsäure (C18) verestert, handelt es sich dann um ein Polymer?

Triethylenglycol-mono-n-butylether ist kein Polymer, sondern ein definierter chemischer Stoff und somit registrierungspflichtig. Das Reaktionsprodukt der Veresterung einer Fettsäure ergibt ebenfalls einen registrierungspflichtigen Stoff. Die REACH-Definition (Artikel 3 Ziffer 5) eines Polymers beruht im Grunde darauf, dass eine Vielzahl von Monomereinheiten langkettige Moleküle bilden, die eine Mo ...

Stand: 25.09.2009

Dialog: 5436

In welchen Bereichen der Farben- und Lackindustrie greift REACH besonders stark und warum?

In der Farben- und Lackindustrie sind in Bezug auf REACH von der Exposition her betrachtet die Lösemittel von größter Bedeutung: Außer bei Pulverlacken sind sie in (fast) allen Lacken enthalten und belasten beim Anwenden und Trocknen die Luft (Mensch und Umwelt). Bei wasserbasierten Lacken sind häufig die Additive auf Grund ihres toxikologischen Profils besonders relevant. Konkrete Aussagen sind j ...

Stand: 25.09.2009

Dialog: 5301

Sind Biozide weiterhin von REACH ausgenommen, wenn sie C-, M- oder R-Substanzen enthalten?

Grundsätzlich ist zu beachten, dass nicht das Biozid als Zubereitung, sondern die darin enthaltenen Wirkstoffe zu registrieren wären. Gemäß Artikel 15 der REACH-Verordnung gelten Wirkstoffe, die ausschließlich zur Verwendung in Biozid-Produkten hergestellt oder eingeführt werden als registriert, soweit sie die entsprechenden, in Artikel 15 detailliert beschriebenen Voraussetzungen der Biozid-Richt ...

Stand: 25.09.2009

Dialog: 5348

Welche besonderen branchenspezifischen Herausforderungen haben Unternehmen der Farben- und Lackbranche durch das zukünftige REACH-System?

Bei den meisten im Farb- und Lackbereich eingesetzten Materialien handelt es sich um Zubereitungen, nicht um originäre Stoffe. Die Registrierungsfristen und –anforderungen nach REACH gelten aber ausschließlich für Stoffe. Gemäß der REACH-Terminologie sind die Farb- und Lackhersteller, wenn sie nicht eigene Stoffe herstellen/importieren, in der Regel sog. downstream user (nachgeschaltete Anwender), ...

Stand: 25.09.2009

Dialog: 5449

Ist ABS-Recyclinggranulat ein neuer Stoff, der registriert werden muss?

Das Granulat müsste der Beschreibung nach kein Stoff, sondern eine Zubereitung sein (Art. 3 Nr. 2 REACH-VO). Für Zubereitungen gilt, dass nicht sie selbst, sondern die in ihr enthaltenen Stoffe zu registrieren sind, sofern der Hersteller/Importeur den jeweiligen Stoff in einer Menge von über 1 t/a herstellt/importiert. Im vorliegenden Fall sollten die einzelnen Stoffe eigentlich bereits für die Ve ...

Stand: 25.09.2009

Dialog: 5393

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