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KomNet-Wissensdatenbank

Müssen Treppen von Arbeitsgruben mit einem Handlauf versehen werden?

KomNet Dialog 9853

Stand: 15.12.2009

Kategorie: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Arbeitsplatz- und Arbeitsstättenbeschaffenheit > Verkehrswege

Dialog
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Frage:

Müssen Treppen von Arbeitsgruben (Unterfluranlagen) mit einem Handlauf versehen werden?

Antwort:

Gemäß Abschnitt 5 Geländer und Handlaufe der Arbeitsstättenrichtlinie - ASR 17/1,2 Verkehrwege müssen Treppen mit mehr als vier Stufen einen Handlauf haben, soweit dieser nicht bereits aufgrund des Bauordnungsrechts der Länder bei einer geringeren Stufenzahl gefordert wird; der Handlauf sollte in Abwärtsrichtung gesehen an der rechten Treppenseite angebracht sein. 
Konkretisierende Anforderungen sind in der BGI 550 "Fahrzeug-Instandhaltung", http://publikationen.dguv.de genannt. 

Auszug aus Abschnitt 4 Arbeitsgruben und Unterfluranlagen:

"Arbeitsgruben und Unterfluranlagen müssen so gebaut sein, dass sie leicht betreten und im Gefahrfall schnell verlassen werden können.
- Bei den Arbeitsgruben, die mehr als 5 m lang sind, gilt diese Forderung als erfüllt, wenn eine Treppe an jedem Ende der Arbeitsgrube vorhanden ist.  
- Bei Arbeitsgruben bis 5 m Länge, gemessen in Werkstattflurebene, und bei Unterfluranlagen mit einer oder zwei Arbeitsöffnungen ist anstelle einer zweiten Treppe auch ein anderer trittsicherer Ausstieg ausreichend. Trittsichere Ausstiege sind z.B. fest angebrachte Stufenanlegeleitern mit Haltemöglichkeit an der Ausstiegsstelle. Steigleitern sind weniger geeignet, Steigeisen sind unzulässig.
- Bei Arbeitsgruben bis 0,9 m Tiefe in Verbindung mit einer integrierten Hebebühne kann auf eine zweite Treppe verzichtet werden, wenn im gegenüberliegenden Bereich des Grubenzuganges ein Verlassen über den Grubenrand durch eine mindestens 0,5 m hohe und 0,75 m breite Öffnung möglich ist.
Die Treppen dürfen nicht steiler als 45° sein. Für Treppen, die ausschließlich als Notausstiege vorgesehen sind, ist ein Neigungswinkel bis 60° zulässig (Bild 4-2).
Bei Neubauten ist die Länge der Arbeitsgruben so zu bemessen, dass die Ausgänge mit dem längsten zu erwartenden Fahrzeug nicht gleichzeitig verstellt werden können.
"

Den Bildern der BGI 550 ist zu entnehmen, dass Treppengeländer/Handlauf als selbstverständlich angesehen werden.