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Wer kann mir Auskünfte in Bezug auf die Leistungen nach dem SGB II (Aufwendungen für die angemessene Kranken- und Pflegeversicherung) geben?

KomNet Dialog 9825

Stand: 23.06.2014

Kategorie: Berufsrückkehr / Wiedereinstieg > Familie und Beruf > Löhne und Gehälter heute

Dialog
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Frage:

Ich bin als selbständige Heilpraktikerin wieder eingestiegen. Zu Beginn benötigte ich noch aufgestockte Leistungen nach dem SGB II. Dadurch waren meine Kinder und ich krankenversichert. Weil meine Einnahmen im Dezember voraussichtlich keine Aufstockung mehr zulassen, soll ich mich lt. ARGE selbst krankenversichern. Die Beiträge würden mich aber wieder in den SGB II Bezug bringen. Zudem weiß ich nicht, wie das Einkommen im Januar sein wird. Die Krankenkasse will mich gleich für zwei Jahre unwiderruflich vertraglich binden, die ARGE fühlt sich nicht mehr zuständig und weist mich ab. Wer kann mir hier weiterhelfen?

Antwort:

Nach § 26 Abs. 3 SGB II übernimmt der Grundleistungsträger (also Jobcenter) auf Antrag im erforderlichen Umfang die Aufwendungen für die angemessene Kranken- und Pflegeversicherung, soweit Personen allein durch diese Aufwendungen hilfebedürftig werden. Dieses Verfahren ist nur anzuwenden in Fällen, in denen kein anderweitiger Versicherungsschutz, insbesondere im Rahmen einer Familienversicherung, besteht und allein die Tragung von angemessenen Beiträgen zur freiwilligen bzw. privaten Versicherung dazu führt, dass Bedürftigkeit vorliegt.
Sie müssten demnach beim zuständigen Jobcenter einen entsprechenden Antrag auf Übernahme stellen. 

 


Hinweise:
Information: Die Internetplattform Forum W bietet Frauen und Männern, die nach einer längeren Familienzeit beruflich wieder einsteigen wollen, umfassende Informationen, Anregungen und Servicetipps, die den Jobeinstieg erleichtern und die Chancen beim Wiedereinstieg verbessern.

Beratung: Kostenlose Beratung zur beruflichen Entwicklung bietet ein Förderprogramm des  Landes Nordrhein-Westfalen.Die nächstgelegene professionelle Beratungsstelle ist hier zu finden Weiterbildungsberatung

Förderung: Der Erhalt von Bildungsschecks ist für Berufsrückkehrende möglich, so dass diese – neben Beschäftigten – vom Land Nordrhein-Westfalen, mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds, einen Zuschuss  für ihre berufliche Weiterbildungsmaßnahme erhalten können.