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Ab welcher Absturzhöhe muss ein Rückenschutz bei Leitern verwendet werden?

KomNet Dialog 9556

Stand: 10.04.2017

Kategorie: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Belastungen durch Biostoffe

Dialog
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Frage:

Ab welcher Absturzhöhe muss ein Rückenschutz bei Leitern verwendet werden?

Antwort:

Grundsätzlich ist von einer Absturzgefahr auszugehen, wenn die Absturzhöhe über 1 m liegt. Dann sind i.d.R. Umwehrungen anzubringen (Nr. 2.1 des Anhangs der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) i.V. mit der Technischen Regel für Arbeitsstätten/ASR A2.1 "Schutz vor Absturz und herabfallenden Gegenständen"). 

Zur Nutzung von Leitern kann die DGUV Vorschrift 38 "Bauarbeiten" als Erkenntnisquelle herangezogen werden. Gemäß § 7 der DGUV Vorschrift 38 können von einer Anlegeleiter, sofern keine weitere Absturzsicherung vorhanden ist, Arbeiten geringen Umfanges (z. B. das Auswechseln von Glühlampen) durchgeführt werden, jedoch nur, wenn sich der Standplatz auf der Leiter höchstens 7 m über der Aufstellfläche befindet. Ist die Absturzhöhe größer, sind weiter gehende Maßnahmen, z.B. das Benutzen von Sicherheitsgeschirren in Verbindung mit fest installierten Anschlagpunkten erforderlich (siehe auch § 12 (6) DGUV Vorschrift 38). Die Situation und die getroffenen Maßnahmen sind in der Gefährdungsbeurteilung nach §§ 5,6 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) darzulegen.

Anforderungen an Steigleitern und Steigeisengänge findet man auch im Anhang der Arbeitsstättenverordnung. Unter Nummer 1.11 (a) des Anhangs der ArbStättV wird aufgeführt, dass Steigleitern nach Notwendigkeit über Schutzeinrichtungen gegen Absturz, vorzugsweise über Steigschutzeinrichtungen, verfügen müssen sowie nach (b) an ihren Austrittstellen eine Haltevorrichtung haben.

Anforderungen zu Steigeisengängen und Steigleitern werden in der ASR A1.8 "Verkehrswege" erläutert. Unter Punkt 4.6. wird konkretisiert, dass Steigeisengänge und Steigleitern mit mehr als 5 m Absturzhöhe müssen, soweit es betrieblich möglich ist, Einrichtungen zum Schutz gegen Absturz von Personen haben, und Steigleitern mit Absturzhöhen von mehr als 10 m mit Einrichtungen ausgerüstet sein, die den Einsatz von Steigschutz ermöglichen.
Informationen zur Gestaltung der Ein- und Ausstiegsstellen können ebenfalls der ASR A1.8 entnommen werden.