Inhaltsbereich
Seitentitel

KomNet-Wissensdatenbank

Darf eine schwangere Mitarbeiterin in Beschäftigungsverbot und anschließendem Mutterschutz in gleichem Umfang mit den finanziellen Folgen von Kurzarbeit belastet werden wie andere Mitarbeiter?

KomNet Dialog 9230

Stand: 22.09.2009

Kategorie: Besondere Zielgruppen > Werdende und stillende Mütter > Sonstige Mutterschutzfragen

Dialog
Favorit

Frage:

Darf eine schwangere Mitarbeiterin in Beschäftigungsverbot und anschließenden Mutterschutz in gleichem Umfang mit Kurzarbeit belastet werden wie andere Mitarbeiter in der Abteilung und im Unternehmen auch? Stimmt der Vergleich das man sagt, dass bei Krankheit ein Mitarbeiter/ In der sich innerhalb der LFZ befindet genau so Kurzarbeit hat wie alle anderen Kollegen/innen in der Abteilung und im Unternehmen auch.

Antwort:

Soweit der Arbeitgeber auf der Grundlage kollektiver Regelungen Kurzarbeit rechtswirksam festsetzt, kann auch eine bereits unter ein Beschäftigungsverbot des Mutterschutzgesetzes fallende Arbeitnehmerin sich den aus der Einführung der Kurzarbeit resultierenden wirtschaftlichen Nachteilen nicht entziehen. Der darauf beruhende Entgeltausfall ist nicht mit § 11 Mutterschutzgesetz auszugleichen, da er nicht durch ein Beschäftigungsverbot des Mutterschutzgesetzes bedingt ist, sondern durch die Einführung der Kurzarbeit auf betrieblicher Ebene.

Die nach dem Mutterschutzgesetz zur Entgeltsicherung dienenden Vorschriften sollen die unter Mutterschutz stehende Arbeitnehmerin vor Nachteilen aus ihrer Mutterschaft schützen, nicht jedoch eine Verdienstsicherung bringen, die sich unabhängig von sonstigen Entwicklungen des Arbeitsverhältnisses im Betrieb ergibt.