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KomNet-Wissensdatenbank

Ist die Etikettierung von Schrumpffolie als alleinige Kennzeichnung ausreichend?

KomNet Dialog 8775

Stand: 26.11.2013

Kategorie: Sicherer Transport > Beförderung gefährlicher Güter > Kennzeichnungen und erforderliche Unterlagen

Dialog
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Frage:

Wir bieten flüssige Chemieprodukte, die als 2-Komponentensysteme verkauft werden. Beide Komponenten sind kennzeichnungspflichtige nach Gefahrstoff- und Transportrecht. Die Produkte werden je in einen Metalleimer gefüllt. Beide Eimer werden Boden und Deckel ineinander gesteckt und auf Europaletten gestellt. Dann wird um die Eimer Schrumpffolie angebracht. Es trat die Frage auf, ob es zulässig ist, hier die Eimer nicht mit Gefahrstoff- und Gefahrgutetikettierung zu versehen und stattdessen lediglich die Etikettierung auf der Schrumpffolie anzubringen, so dass die Etikettierung der Eimer nach Erhalt der Ware beim Empfänger erfolgen kann. Ist dies möglich? Wenn ja, welche rechtlichen Grundlagen würden hierfür gelten?

Antwort:

Für den Gefahrguttransport ist es nicht möglich, die Etikettierung lediglich auf der Schrumpffolie anzubringen. In der TRGS 200 www.baua.de heißt es dazu unter Absatz 6 des Abschnitts 8.1 Transportrecht: "Eine Umverpackung nach Transportrecht, die der Ladungssicherung dient z. B. eine Schrumpffolie, ist keine Verpackung im Sinne der Gefahrstoffverordnung."
Die Behälter sind dementsprechend gemäß Gefahrstoffrecht unter Berücksichtigung des Abschnitts 8.1 der TRGS 200 zu kennzeichnen.