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KomNet-Wissensdatenbank

In welcher Form sind Galvanikbäder zur kennzeichnen?

KomNet Dialog 8442

Stand: 24.06.2009

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Benutzung von Arbeitsmitteln und Einrichtungen > Gefährdungen durch Arbeitsmittel und Einrichtungen

Dialog
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Frage:

Müssen Galvanikbäder grundsätzlich mit Badinhalt, Verwendungszweck und ggf. Betriebstemperatur gekennzeichnet werden oder reicht es aus, wenn die Zugangstür zur Galvanikabteilung mit dem Hinweisschild `Zutritt für Unbefugte` gekennzeichnet ist?

Antwort:

Die grundsätzlichen Anforderungen  bezüglich der innerbetrieblichen Kennzeichnung beim Umgang mit Gefahrstoffen ist unter § 8 Abs. 4 Gefahrstoffverordnung aufgeführt:
"Der Arbeitgeber hat sicherzustellen, dass alle bei Tätigkeiten verwendeten Stoffe und Zubereitungen identifizierbar sind. Gefährliche Stoffe und Zubereitungen sind innerbetrieblich mit einer Kennzeichnung zu versehen, die wesentliche Informationen zu ihrer Einstufung, den mit ihrer Handhabung verbundenen Gefahren und den zu beachtenden Sicherheitsmaßnahmen enthält. Vorzugsweise ist die Kennzeichnung zu wählen, die den Vorgaben der Richtlinie 67/548/EWG oder 1999/45/EG entspricht. Der Arbeitgeber stellt ferner sicher, dass Apparaturen und Rohrleitungen, die Gefahrstoffe enthalten, so gekennzeichnet sind, dass mindestens die enthaltenen Gefahrstoffe sowie die davon ausgehenden Gefahren eindeutig identifizierbar sind. Kennzeichnungspflichten nach anderen Rechtsvorschriften bleiben unberührt."
Diese Anforderungen werden in der BGI 552 Galvaniseure, http://publikationen.dguv.de   näher erläutert:
Bäder, Rohrleitungen und Apparaturen sind zu kennzeichnen durch Angabe von
- Badinhalt und Verwendungszweck,
- Gefahrenkennzeichnung und
- Betriebstemperatur,
wenn mit Verbrennungen oder Verbrühungen zu rechnen ist.
Ferner müssen Armaturen an Pumpen und Rohrleitungen so gekennzeichnet sein, dass Fehlbetätigungen auszuschließen sind. Armaturen müssen so angeordnet oder geschützt sein, dass sie nicht unbeabsichtigt betätigt werden können.
Die v.g. Maßnahmen dienen dem Schutz der Beschäftigten. Das Anbringen eines Verbotsschildes entsprechend P 06 der BGV A 8 Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung am
Arbeitsplatz "Zutritt für Unbefugte verboten" entbindet den Arbeitgeber nicht von seiner Pflicht die v.g. Kennzeichnungen und weitere nötige Maßnahmen des Arbeitsschutzes durchzuführen.