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Allergie gegen `Getreidemilben` in Tierfuttermühle. a) Vorkommen von Milben in Futtermitteln; b) geeignete Schutzmaßnahmen?

KomNet Dialog 78

Stand:

Kategorie: Gesundheitsschutz > Allergien > Allergien der Atemwege

Dialog
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Frage:

In einer Tierfuttermühle (Herstellung von Tierfutter) ist ein Arbeitnehmer mit einer Allergie gegen `Getreidemilben` beschäftigt. In diesem Zusammenhang wird gefragt, a) in welchen Futtermitteln Getreidemilben vorkommen, b) welche Arbeitsschutzvorkehrungen vonnöten sind, und zwar präventiv (für Gesunde) und reaktiv für Allergiker am Arbeitsplatz?

Antwort:

Milben zählen zu den häufigsten Auslösern von Erkrankungen. In letzter Zeit werden Sensibilisierungen auch gegenüber Vorratsmilben,die im Getreide und Getreidestäuben vorkommen,häufiger beschrieben. Getreidestäube im Allgemeinen können Sensibilisierungen der Atemwege und allergische Erkrankungen verursachen und beinhalten ein Risiko für die Entstehung eines allergischen Kontaktekzems. Schutzmaßnahmen sind an den betriebsspezifischen Gegebenheiten auszurichten. Wesentlich erscheint eine Reduktion der Staubbelastung durch technische Maßnahmen. Produktionstechnisch kann es im Einzelfall unumgänglich sein,persönliche Schutzausrüstungen wie Handschuhe,Schutzbrille und Atemschutzgerät einzusetzen,allerdings letzteres nur für kurzfristige Arbeiten. Nicht zuletzt sind hygienische und organisatorische Maßnahmen festzulegen, Unterweisungen sind auf der Grundlage einer Betriebsanweisung durchzuführen. Literatur: Technische Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) TRGS 540: Sensibilisierende Stoffe TRGS 907: Verzeichnis sensibilisierender Stoffe TRGS 908: Begründung zur Bewertung von Stoffen der TRGS 907 Weitere Informationen zum Thema Allergien kann man bei folgenden Institutionen erhalten: Allergie-Dokumentations- und Informations-Zentrum (ADIZ) Burgstraße 12 33175 Bad Lippspringe Tel.: 05252/95-4500 Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB) Hindenburgstraße 110 41061 Mönchengladbach Tel.: 0261/814940

Stand: Oktober 1999