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KomNet-Wissensdatenbank

Höhe der niederfrequenten Magnetfelder im täglichen Umfeld

KomNet Dialog 772

Stand:

Kategorie: Physikalische Belastungen und Beanspruchungen > Nichtionisierende Strahlung > elektromagnetische Strahlung / Felder

Dialog
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Frage:

Wie hoch sind die niederfrequenten Magnetfelder im täglichen Umfeld?

Antwort:

Diese Frage hat man durch großangelegte systematische Messungen in großen Teilen der Bundesrepublik in ländlichen und städtischen Bereichen klären können. Dabei wurden die Wohnbereiche ausgemessen und die Personen mit einem tragbaren Meßgerät, einem sogenannten Personendosimeter ausgerüstet, das die Felder kontinuierlich aufgezeichnet hat. Die Meßwete wurden für 50 Hz -Felder und für die 16 2/3 Hz -Felder der Bahnfrequenz sekundenweise erfaßt, gespeichert und dann ausgewertet. Die verschiedenen Untersuchergruppen kamen übereinstimmend zu dem überraschenden Ergebnis, daß die Exposition gegenüber den Feldern in der allgemeinen Umwelt deutlich geringer ist als erwartet. Für 50 Hz liegt der Mittelwert für das gesamte Kollektiv bei 0,10 µT. In Stadtzentren (Berlin, München) lagen die Werte bei 0,12 µT und in ländlichen Gegenden bei 0,09 µT. Verglichen mit der 26. BImSchV, in der ein Grenzwert von 100 µT zugelassen ist, und der als unbedenklich angesehen wird, sind diese Werte als äußerst gering einzustufen. Die gemessene mittlere magnetische Feldstärke des Bahnstroms schwankte zwischen Stadt und Land von 0,16 µT bis 0,01 µT und lag damit ebenfalls weit unter dem Grenzwert, der für den Bahnstrom mit 300 µT festgelegt ist. Es gibt nur sehr wenige Situationen, wo die Grenzwerte erreicht oder überschritten und dann auch gesondert gemessen und bewertet werden müssen.