Inhaltsbereich
Seitentitel

KomNet-Wissensdatenbank

Wie kann in der Praxis zwischen beruflich strahlenexponierten Personen der Kategorie A und B unterschieden werden?

KomNet Dialog 7681

Stand: 22.04.2009

Kategorie: Physikalische Belastungen und Beanspruchungen > Ionisierende Strahlung > Strahlenschutzorganisation

Dialog
Favorit

Frage:

Wie kann in der Praxis zwischen beruflich strahlenexponierten Personen der Kategorie A und B unterschieden werden? Wie fließt die Berechnungsgrundlage von 2000 h/Jahr in die Beurteilung ein? Mir ist bekannt, dass die Einstufung in der Verantwortung des Strahlenschutzbeauftragten liegt, ich würde als Betriebsarzt jedoch gern für mich eine eigene Einschätzung vornehmen. In dem von mir betreuten Unternehmen werden regelmäßig zu diagnostischen Zwecken chirurgische Bildwandler eingesetzt.

Antwort:

Für die Einstufung von beruflich strahlenexponierten Personen in die Kategorie A oder B gemäß § 31 der Röntgenverordnung wird die Einschaltzeit zugrunde gelegt.
Beim Betrieb von Chirurgischen Bildverstärkern (z. B. in der Herzkatheter- und Kardangiographie) ist davon auszugehen, dass der Wert von 240.000 mAs pro Woche (siehe DIN 6812, Tabelle 5) grundsätzlich erreicht wird. Dies ist ein Orientierungswert, um die im Kontrollbereich anwesenden Personen (Untersucher, Hilfskräfte) in die Kategorie A einzustufen.
Bei wesentlich geringeren Einschaltzeiten und geringen Aufenthaltsdauern im Kontrollbereich kann eine Einstufung in die Kategorie B erfolgen. Die Abschätzungen bzw. die Berechnungen hat der Strahlenschutzbeauftragte anhand der tatsächlichen Gegebenheiten vorzunehmen.