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KomNet-Wissensdatenbank

Muss in die Liste (Survey responses für environment-related substances) jedes bestückte Bauteil eingetragen werden oder nur solche, die Inhaltsstoffe aus der Reach-Liste enthalten?

KomNet Dialog 7673

Stand: 14.09.2009

Kategorie: Sichere Chemikalien > Datenteilung > Nachgeschaltete Anwender

Dialog
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Frage:

Wir bestücken Leiterplatten mit unterschiedlichen Bauteiltypen und wurden nun von unserem Auftraggeber aufgefordert, eine Liste (Survey responses für environment-related substances) seines amerikanischen Kunden auszufüllen. Muss in diese Liste jedes bestückte Bauteil eingetragen werden oder nur solche, die Inhaltsstoffe aus der Reach-Liste enthalten?

Antwort:

Die Frage, welche Informationen konkret in das Formblatt einzutragen sind, ist ohne weitere Informationen nicht abschließend zu beantworten. Sicher aber ist, dass die Beantwortung der Fragen nichts mit REACH zu tun hat. Für einen amerikanischen Kunden, d.h. jemanden, der Waren aus Europa in die USA importiert, ist REACH gänzlich uninteressant, da REACH nur in Europa, nicht aber in den USA gilt.Bei den von Ihnen bestückten Leiterplatten und den beim Bestücken verwendeten elektronischen Bauteilen, wie etwa die Platten, Widerstände, Kondensatoren, Transistoren, ICs, etc., handelt es sich im Übrigen um Erzeugnisse, aus denen im Normalfall kein Stoff willentlich freigesetzt wird, so dass auch diese Gegenstände nicht von REACH betroffen sind. Etwas anderes gilt lediglich z.B. hinsichtlich des vermutlich verwendeten Lotes, das eine Zubereitung ist.
Hintergrund der Fragen des amerikanischen Kunden ist vermutlich, zu erfahren, ob bestimmte gefährliche Stoffe bzw. Elemente wie etwa Blei, Antimon, Quecksilber oder Chrom-VI-Verbindungen, etc. in den verwendeten Bauteilen enthalten sind. Das Vorhandensein dieser Stoffe bzw. Elemente führt ggf. zu Verwendungsbeschränkungen der hergestellten Platinen etwa in der Automobilindustrie.
Sie sollten noch einmal Rücksprache mit Ihrem Auftraggeber nehmen und ansonsten, soweit vorhanden, die genannten und ggf. weitere als gefährlich eingestufte Stoffe/Elemente in den Bauteilen anführen.