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KomNet-Wissensdatenbank

Wird im beauftragendem Unternehmen ein Strahlenschutzbeauftragter benötigt?

KomNet Dialog 7156

Stand: 07.04.2009

Kategorie: Physikalische Belastungen und Beanspruchungen > Ionisierende Strahlung > Fachkunde im Strahlenschutz

Dialog
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Frage:

In einem Betreuungsunternehmen werden Schweißnähte durch eine Fremdfirma geröntgt. Frage hierzu: Wird im beauftragendem Unternehmen ein Strahlenschutzbeauftragter benötigt?

Antwort:

Nach § 3 der Röntgenverordnung (RöV), http://www.arbeitsschutz.nrw.de/bp/good_practice/strahlenschutzrecht/links/index.html braucht der eine Genehmigung, der eine Röntgeneinrichtung betreibt oder deren Betrieb wesentlich verändert. In diesem Fall ist die Fremdfirma der Eigentümer und Betreiber der Röntgeneinrichtung. Es dürfen nur Röntgeneinrichtungen hier betrieben werden, bei denen in der Genehmigung ausdrücklich festgestellt ist, dass sie zum Betrieb außerhalb eines Röntgenraumes bestimmt sind. Die Fremdfirma ist somit zur Berücksichtigung der Genehmigungsvoraussetzungen (§ 3 RöV) - z.B. Bestellung einer fachkundigen Person zum Strahlenschutzbeauftragten-, und der Strahlenschutzgrundsätze ( § 2a - c RöV) verpflichtet. Der Strahlenschutzbeauftragte regelt den Betieb der Röntgeneinrichtung und notwendige Schutzmaßnahmen z.B. Festlegung des Kontrollbereiches, Schutzabstände, Schutzwände.

Unabhängig gilt auch noch: Im Rahmen der Vertragsarbeit ist zwischen dem Auftraggeber und dem Auftragnehmer bzw. deren Aufsichtsführenden eine Zusammenarbeit erforderlich, damit zum Einen die Gefährdungen und Risiken minimiert werden können und zum Anderen den Pflichten des Unternehmers eigenverantwortlich nachgekommen werden kann (§ 8 Arbeitsschutzgesetz).

Der Auftraggeber braucht in diesem Fall keinen eigenen Strahlenschutzbeauftragten.