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Wieviele Augenspülflaschen müssen in einem Metallverarbeitungsbetrieb mit ca. 25 Mitarbeitern vom Unternehmer bereit gestellt werden?

KomNet Dialog 6911

Stand: 06.02.2009

Kategorie: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Gefahrstoffen > Allgemeine Schutzmaßnahmen (5.)

Dialog
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Frage:

Wieviele Augenspülflaschen müssen in einem Metallverarbeitungsbetrieb mit ca. 25 Mitarbeitern vom Unternehmer bereit gestellt werden? Gibt es eine allgemeine Formel, z.B. "eine Augenspülflasche pro X Mitarbeiter"?

Antwort:

Die beim Umgang mit Gefahrstoffen nötigen Schutzmaßnahmen müssen gemäß Gefahrstoffverordnung grundsätzlich im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung vom Arbeitgeber mit Unterstützung der Fachkraft für Arbeitssicherheit und des Betriebsarztes ermittelt und festgelegt werden. Die Gesichtspunkte, die in die Beurteilung der Gefährdungen für die Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten einzubeziehen sind, sind unter § 7 Abs. 1 Gefahrstoffverordnung aufgeführt. U.a. sind dort Informationen des Herstellers oder Inverkehrbringers zum Gesundheitsschutz und zur Sicherheit und hierbei insbesondere die Angaben im Sicherheitsdatenblatt genannt.
Augenspülflaschen dürfen grundsätzlich nur dann zur Anwendung kommen, wenn Augenduschen aus betriebstechnischen Gründen nicht möglich sind, d.h. wenn kein fließendes Trinkwasser zur Verfügung steht. Dieser Sachverhalt wird in der TRGS 526 "Laboratorien" unter Punkt 6.6.2 Augennotduschen ausdrücklich genannt.