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KomNet-Wissensdatenbank

Bin ich eine Berufsrückkehrerin?

KomNet Dialog 6879

Stand: 18.01.2009

Kategorie: Berufsrückkehr / Wiedereinstieg > Berufsrückkehr und Arbeitslosigkeit > Berufsrückkehrerin - Angebote der Arbeitsagentur

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Frage:

Bin ich eine Berufsrückkehrerin?

Antwort:

Frauen gelten als Berufsrückkehrerinnen, wenn sie ihre Erwerbstätigkeit, Arbeitslosigkeit oder eine betriebliche Berufsausbildung wegen der Betreuung und Erziehung von aufsichtsbedürftigen Kindern oder der Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger unterbrochen haben und in angemessener Zeit danach in die Erwerbstätigkeit zurückkehren wollen. (Quelle)

Weitergehende Informationen:

Als Erwerbstätigkeit bzw. berufliche Tätigkeit gilt:
- sozialversicherungspflichtige Beschäftigung,
- selbständige Tätigkeit,
- betriebliche Ausbildung,
- Arbeitslosigkeit,
- Zeiten als Beamtin oder Beamtin auf Widerruf,
- Zeiten als mithelfende Familienangehörige im Sinne des § 119 Absatz 3 SGB III
- außerbetriebliche Ausbildung mit sozialversicherungspflichtiger Ausbildungsvergütung bzw. mit im Nachhinein anerkannter Sozialversicherungspflicht.

Aufsichtsbedürftig
sind Kinder unter 15 Jahren, d. h. am 15. Geburtstag endet die Aufsichtsbedürftigkeit.

Als pflegebedürftige Angehörige gelten:
- Angehörige unabhängig von einer bestimmten Pflegestufe,
- Angehörige, die außerhalb des eigenen Haushalts betreut werden,
- Die Unterbrechung muss mindestens ein Jahr gedauert haben.

- Als angemessene Zeit gilt:
Sie wollen bis spätestens ein Jahr nach der Unterbrechung erwerbstätig sein.
- Berufsrückkehrerin ist auch, wer während der Berufsunterbrechung ohne Beeinträchtigung der Betreuung eine geringfügige Beschäftigung ausübt oder eine kurzzeitige Maßnahme besucht.

Hinweise:
Die Internetplattform Forum W bietet Frauen und Männern, die nach einer längeren Familienzeit beruflich wieder einsteigen wollen, umfassende Informationen, Anregungen und Servicetipps, die den Jobeinstieg erleichtern und die Chancen beim Wiedereinstieg verbessern.
Der Erhalt von Bildungsschecks ist für Berufsrückkehrende möglich, so dass diese – neben Beschäftigten – vom Land Nordrhein-Westfalen einen Zuschuss von bis zu 500 Euro für ihre Weiterbildungsmaßnahme erhalten können.