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KomNet-Wissensdatenbank

Gibt es eine Verpflichtung, dass das Prüfbuch der PSA am Einsatzort vorgehalten werden muss?

KomNet Dialog 6700

Stand: 04.11.2008

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Persönliche Schutzausrüstung (PSA) > Rechts- und Auslegungsfragen, Sonstiges (1.14.7)

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Frage:

Die im Unternehmen eingesetzte PSA gegen Absturz oder PSA zum Retten wird jährlich durch einen Sachkundigen geprüft, die Prüfung der PSA mit einem entsprechenden Aufkleber an der PSA dokumentiert. Gibt es eine (zusätzliche) Verpflichtung, dass das Prüfbuch der PSA am Einsatzort vorgehalten werden muß? Falls ja, wo ist dies geregelt?

Antwort:

Schutzausrüstung gegen Absturz (gA) unterliegt als persönliche Schutzausrüstung im Betrieb u.a. den Regelungen der Persönliche Schutzausrüstungen - Benutzungsverordnung (PSA-BV) und dem vierten Abschnitt der UVV BGV A 1"Grundsätze der Prävention".

Die Prüfvorgaben ergeben sich aus der PSA BV und den berufsgenossenschaftlichen Regeln (z.B. BGR 198 und BGR 199) und BG-Informationen. Nach der BGR 198 sollen die Prüfungen von PSA gegen Absturz durch einen Sachkundigen durchgeführt werden. Die BGR 199 bestimmt, dass der Unternehmer in Erfüllung seiner Pflichten aus § 2 Abs. 4 PSA-Benutzungsverordnung persönliche Schutzausrüstungen zum Retten aus Höhen und Tiefen entsprechend den Einsatzbedingungen und den betrieblichen Verhältnissen nach Bedarf, mindestens jedoch einmal jährlich, auf ihren einwandfreien Zustand durch einen Sachkundigen prüfen zu lassen hat. Informationen zur  Ausbildung zum Sachkundigen für PSA gegen Absturz (gA) sind in der BGG 906 festgelegt.

In den genannten Unterlagen findet sich explizit keine Verprflichtung zur Vorhaltung des Prüfbuches / des Prüfnachweises am Einsatzort. Um im Falle einer Kontrolle durch die zuständigen Behörden / Unfallversicherungsträger unangenehme Wartezeiten zu ersparen kann es angezeigt sein, die entsprechenden Nachweise mitzuführen.