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Welche Arbeitsschutzmaßnahmen müssen ergriffen werden, wenn bei Erdarbeiten der Cadmiumgehalt im Boden sehr hoch ist?

KomNet Dialog 6614

Stand: 04.11.2010

Kategorie: Gesunde Arbeit / Arbeitsschutz > Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Sanierungsarbeiten, Entsorgung

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Frage:

Welche Arbeitsschutzmaßnahmen müssen zum Schutz der Beschäftigten ergriffen werden, wenn bei Erdarbeiten der Cadmiumgehalt im Boden sehr hoch ist?

Antwort:

Aus arbeitsschutzrechtlicher Sicht ist bei der Sanierung von mit Gefahrstoffen belasteten Bereichen die Gefahrstoffverordnung – GefStoffV relevant. Als relevante technische Regeln bei der Sanierung von belasteten Bereichen sind die BGR 128 "Kontaminierte Bereiche"  sowie die TRGS 524 "Sanierung und Arbeiten in kontaminierten Bereichen" zu nennen.
In diesen Regelwerken sind die Arbeitsschritte beschrieben, die u.a. bei Entsorgungsarbeiten in gefahrstoffbelasteten Bereichen durchzuführen sind. Bezüglich der TRGS 524 weisen wir auf die Bekanntmachung des BMWA vom 31. Dezember 2004 hin.

Z.B ist das kontaminierte Bodenmaterial erdfeucht zu halten, damit die Möglichkeit einer Aufnahme über die Atemwege verhindert wird. Verwehungen sind z.B. mittels Wasserberieselung zu verhindern. Ferner ist eine Verschleppung durch Personen, Geräte, Fahrzeuge... in nicht kontaminierte Bereiche zu vermeiden durch Absperrung des Schwarzbereiches und kontrollierte Zugänge, verbunden mit Reinigungseinrichtungen, die beim Verlassen zwangsläufig zu passieren sind.
Persönliche Schutzausrüstung ist erforderlich: Einwegoverall (staubdicht), Schutzhandschuhe aus z. B. Naturlatex, Nitril, Butylkautschuk..., eventuell auch Baumwollunterziehandschuhe. Hautschutz- und -pflegemittel sind zu verwenden. Sofern eine Aufnahme durch Einatmen nicht sicher verhindert werden kann, ist mindestens eine Filtermaske (P2-Maske) zu tragen. Weiterhin ist auf die Einhaltung der persönlichen Hygiene großen Wert zu legen.
Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen nach Gefahrstoffverordnung, Anhang V Nr. 2 Tätigkeiten Ziffer 4 Tätigkeiten mit krebserzeugenden oder erbgutverändernden Stoffen der Kategorie 1 oder 2 sind anzubieten, sofern Partikelmasken zu tragen sind, ist eine Untersuchung nach G 26 Atemschutz erforderlich.
Auf einen Arbeitsplan / Sicherheitsplan, Betriebsanweisungen, Unterweisungen gem. der TRGS 524 und BGR 128 wird hingewiesen.