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Müssen auch Stoffe registriert werden, die bei der betrieblichen Abwasserreinigung entstehen, wenn der entstandene Stoff aus einer chemischen Reaktion hervorgeht, eine EINCES-Nr. trägt und in Mengen von mehr als 1 Jahrestonne entsteht?

KomNet Dialog 6576

Stand: 09.09.2009

Kategorie: Sichere Chemikalien > Registrierung > Registrierungspflichtige Stoffe

Dialog
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Frage:

Müssen auch Stoffe registriert werden, die bei der betrieblichen Abwasserreinigung entstehen, wenn der entstandene Stoff aus einer chemischen Reaktion hervorgeht, eine EINCES-Nr. trägt und in Mengen von mehr als 1 Jahrestonne entsteht?

Antwort:

Wenn Sie einen Stoff in Mengen von mehr als 1 t/a herstellen, müssen Sie ihn grundsätzlich registrieren, egal zu welchem Zweck Sie ihn herstellen. In Ihrem Fall sind aber die folgenden Ausnahmen vorstellbar:
Handelt es sich um einen Abfall, der z. B. mit dem Abwasser entsorgt wird, entsteht keine Registrierungspflicht, da Abfälle keine Stoffe im Sinne der REACH-Verordnung sind.
Handelt es sich um einen zurückgewonnenen Stoff, der bereits (von irgendeinem Hersteller oder Importeur) registriert wurde, ist eine erneute Registrierung nicht nötig. Da diese Ausnahme erst greift, wenn der Stoff endgültig registriert wurde, wäre für diesen Fall eine Vorregistrierung bis zum 01.12.2008 dringend anzuraten.
Wird der Stoff nicht als solcher hergestellt und entsteht er lediglich, weil z. B. ein pH-Neutralisator, ein Gerinnungs- oder Flockungsmittel oder ein Chelatbildner seine vorgesehene Funktion erfüllt, muss er nicht registriert werden (REACH-Verordnung, Anh. V Nr. 4).