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Kann ich im Mutterschutz, wenn ich nicht mehr am Theater arbeite, trotzdem noch stundenweise privat meine Studentin unterrichten?

KomNet Dialog 6418

Stand: 06.03.2014

Kategorie: Besondere Zielgruppen > Werdende und stillende Mütter > Beschäftigungsverbote und -beschränkungen

Dialog
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Frage:

Ich bin Orchestermusikerin und unterrichte stundenweise an einer Fachhochschule für Musikpädagogik. Kann ich im Mutterschutz, wenn ich nicht mehr am Theater arbeite, trotzdem noch stundenweise meine Studentin unterrichten, wenn es mir gesundheitlich gut geht? Wie ist das mit dem Gehalt, das ich dann verdiene?

Antwort:

Wir verstehen die Anfrage dahingehend, dass der Unterricht im Rahmen einer Nebentätigkeit und nicht als Beschäftigte der Fachhochschule erteilt werden soll. Die Nebentätigkeit würde dann als selbständige Tätigkeit gewertet, die nicht unter den Anwendungsbereich des Mutterschutzgesetzes fällt.

Auf diese Tätigkeit und die Einkünfte sind die für Nebentätigkeiten geltenden arbeitsrechtlichen und steuerrechtlichen Regelungen anzuwenden. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir hierzu keine weitergehenden Auskünfte geben können und dürfen. Eine entsprechende Anfrage sollte direkt an entsprechend autorisierte Stellen (Angehörige der rechts- und steuerberatenden Berufe, Gewerkschaften, Verbände, Kammern, etc.) gerichtet werden.

Hinweis: Das Beschäftigungsverbot für werdende Mütter in den letzten sechs Wochen vor der Entbindung gilt nicht, wenn die werdende Mutter sich zur Arbeitsleistung ausdrücklich bereit erklärt; die Erklärung kann jederzeit widerrufen werden (§ 3 Absatz 2 des MuSchG). Eine Aufteilung des Beschäftigungsverbotes innerhalb der Schutzfrist im Rahmen des Beschäftigungsverhältnisses, also Beschäftigungsverbot an der Fachhochschule - aber kein Beschäftigungsverbot bei Tätigkeit zu Hause, sieht das Mutterschutzgesetz nicht vor.

Auf die Informationen des Leitfadens zum Mutterschutzgesetz sowie auf die Broschüre Elterngeld und Elternzeit weisen wir hin.