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KomNet-Wissensdatenbank

Darf ein Mund-Nasen-Schutz-Produkt als Atemschutz eingesetzt werden?

KomNet Dialog 6408

Stand: 04.04.2008

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Persönliche Schutzausrüstung (PSA) > Auswahl von PSA

Dialog
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Frage:

Sind Mund-Nasen-Schutz-Produkte (OP-Masken) zulässig für die Verwendung als Atemschutz? Die PSA-BV fordert in § 2 Abs. 1 Nr. 1, dass die PSA den Vorschriften der 8. GPSPGV entsprechen müssen. Die TRBA 250 sieht in 4.2.8 die `Bereitstellung eines Mund-Nasen-Schutz-Produktes (MNS), das mindestens die wesentlichen Kriterien einer FFP1-Maske (Filterdurchlass, Gesamtleckage und Atemwiderstand) nach DIN EN 149 erfüllt.` Meines Verständnis nach erfüllt eine OP-Maske jedoch nicht die Anforderungen der 8. GPSGV für eine PSA der Kategorie III. Kurz: Darf ein Mund-Nasen-Schutz-Produkt als Atemschutz eingesetzt werden?

Antwort:

Die üblichen OP-Masken dienen dem Schutz des Patienten und nicht dem Schutz ihres Trägers. Sie fallen daher nicht in den Anwendungsbereich der 8. GPSGV "Verordnung über das Inverkehrbringen von persönlichen Schutzausrüstungen" und dürfen folglich nicht als Atemschutz verwendet werden.

Es werden aber auch zum Schutz des Trägers - insbesondere zum Schutz gegen Infektionen - konzipierte OP-Masken in den Verkehr gebracht. Diese sind persönliche Schutzausrüstung der Kategorie III. Das heißt u.a., dass für diese eine Baumusterprüfbescheinigung einer gemeldeten Stelle vorliegen und die fertige Maske einer Qualitätssicherungskontrolle unterzogen worden sein muss. Auf der Maske selbst muss u.a. die Filterklasse, die angewendete Norm sowie die CE-Kennzeichnung angebracht sein.