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KomNet-Wissensdatenbank

Wieviel darf ich verdienen, um nicht aus der Familienkrankenversicherung zu fallen?

KomNet Dialog 6372

Stand: 09.01.2015

Kategorie: Orientierung, Weiterbildung, Jobstart > Existenzgründung > Gründung durch Frauen mit Zuwanderungsgeschichte

Dialog
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Frage:

Als Grafikerin und Mediengestalterin könnte ich freiberuflich für meinen ehemaligen Arbeitgeber arbeiten, weil ich meine Familienarbeit so besser steuern kann. Wieviel darf ich verdienen, um nicht aus der Familienkrankenversicherung zu fallen?

Antwort:

Bis zu 395,00 Euro pro Monat. Wenn Sie regelmäßig mehr als 395,00 Euro Gesamteinkommen monatlich haben oder in einem Minijob mehr als 450 Euro monatlich verdienen, verlieren Sie Ihren Anspruch auf Familienversicherung bzw. dann brauchen Sie eine eigene Versicherung.
Zum Gesamteinkommen zählen zum Beispiel Einnahmen aus
- einer Beschäftigung - incl. der zu erwartenden Einmalzahlungen wie z.B. Weihnachtsgeld,
- einer selbstständigen Tätigkeit,
- Vermietung und Verpachtung,
- Kapitalvermögen,
- Renten-, auch hinterbliebenenrenten,
- steuerpflichtige Unterhaltszahlungen.
Werbungskosten, Abschreibungen, Sparerfreibeträge, Eltern-, Kinder- oder Wohngeld, BAFöG und Beträge für Kindererziehungszeiten bei Renten werden nicht mit zum Gesamteinkommen gerechnet.

Die Internetseite www.freie-berufe.de bietet umfangreiche Gründungsinformationen für Freiberufler/innen.  

Hinweise:
Information: Die Internetplattform Forum W bietet Frauen und Männern, die nach einer längeren Familienzeit beruflich wieder einsteigen wollen, umfassende Informationen, Anregungen und Servicetipps, die den Jobeinstieg erleichtern und die Chancen beim Wiedereinstieg verbessern.

Beratung: Kostenlose Beratung zur beruflichen Entwicklung bietet ein Förderprogramm des  Landes Nordrhein-Westfalen.Die nächstgelegene professionelle Beratungsstelle ist hier zu finden Weiterbildungsberatung

Förderung: Der Erhalt von Bildungsschecks ist für Berufsrückkehrende möglich, so dass diese – neben Beschäftigten – vom Land Nordrhein-Westfalen, mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds, einen Zuschuss  für ihre berufliche Weiterbildungsmaßnahme erhalten können.