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Bestehen Bedenken gegen die Bereitstellung von Trinkwasser in Form von fest an die Hauswasserleitung angeschlosssenen Trinkwasserautomaten?

KomNet Dialog 6294

Stand: 04.12.2007

Kategorie: Gesunde Arbeit / Arbeitsschutz > Gesundheitsschutz > Sonstige arbeitsmedizinische Fragen

Dialog
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Frage:

Bestehen Bedenken gegen die Bereitstellung von Trinkwasser für die Mitarbeiter in Form von fest an die Hauswasserleitung angeschlosssenen Trinkwasserautomaten? Der Wasserversorger garantiert regelmässige Prüfungen und eine hohe und einwandfreie Qualität des Wassers gemäss der Trinkwasserverordnung bis zum Ort der Entnahme. - Gibt es dennoch zu beachtende Vorschriften in Bezug auf die Installation oder eine regelmässige Überprüfung der Wasserqualität?

Antwort:

Bei der Fragestellung handelt es sich um ein lebensmittelrechtliches Problem, das in den Zuständigkeitsbereich der örtlich zuständigen Gesundheitsämter fällt.

In diesem Zusammenhang verweise wir auf eine gesundheitliche Bewertung des BfR Nr. 47/2005 vom 01.09.05 zu Hygienemängeln bei Wasserspendern(http://www.bfr.bund.de/cm/343/hygienemaengel_bei_wasserspendern_aktualisierung.pdf).

Auch bei leitungsgebundenen Wasserspendern wird entsprechend den Aussagen des BfR kein fließendes Trinkwasser entnommen, sondern es werden nach Filterungsprozessen ungekühlte oder gekühlte Standwasser hergestellt mit allen Folgeproblemen wie Verkeimung und Biofilmbildung. Das BfR empfiehlt, die mikrobiologischen Anforderungen an leitungsgebundene Wasserspender an den Parametern und Grenzwerten der Mineral- und Tafelwasserverordnung und der Trinkwasserverordnung zu orientieren, da für leitungsgebundene Wasserspender bislang noch keine Leitlinien für eine gute hygienische Praxis existieren.

Aus arbeitsschutzrechtlicher Sicht sind im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung Tätigkeiten i.S. der Biostoffverordnung z.B. bei Reinigungs- oder Wartungsarbeiten an den Geräten zu betrachten.