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KomNet-Wissensdatenbank

Müssen elektromotorische Hebevorrichtungen, die mit einer Auffangvorrichtung verändert werden, auch eine Sicherheitsbremse haben?

KomNet Dialog 6267

Stand: 04.12.2009

Kategorie: Sichere Produkte > Beschaffenheit von Arbeitsmitteln / Einrichtungen > Beschaffenheit von Sicherheitseinrichtungen

Dialog
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Frage:

Beim Betreiben von elektromotorischen Hebevorrichtungen für Sportgeräte wird eine Sicherheitsbremse eingesetzt. Nun werden zurzeit diese elektromotorischen Hebevorrichtungen verstärkt mit einer Auffangvorrichtung analog einem Höhensicherungsgerät angeboten. Müssen die Anlagen mit Sicherheitsbremse um- bzw. nachgerüstet werden? Einige Anbieter versuchen dies glaubhaft zu machen.

Antwort:

Die elektrischen Hebevorrichtungen sind Maschinen im Sinne der Richtlinie 98/37/EG (Maschinenrichtlinie) und der 9. Verordnung zum Geräte- und Produktsicherheitsgesetz (Maschinenverordnung – 9. GPSGV). Die elektrischen Hebevorrichtungen müssen demnach entsprechend dem Anhang I der Richtlinie 98/37/EG beschaffen sein. Im Anhang I der RL 98/37/EG sind die Schutzziele abstrakt formuliert. Die Einhaltung dieser Schutzziele und demnach die Zuordnung von konkreten Maßnahmen sind nur an Hand einer Gefahrenanalyse möglich. Hieraus kann sich dann ergeben, dass Umrüstungen erforderlich sind.

Des Weiteren ist die Anwendung der Verordnung über das Inverkehrbringen elektrischer Betriebsmittel zur Verwendung innerhalb bestimmter Spannungsgrenzen - 1. GPSGV und des Gesetzes über die elektromagnetische Verträglichkeit von Betriebsmitteln Geräten - EMVBG gegeben.

Hinweis: Die LGA QualiTest GmbH prüft und bewertet die Gebrauchtseigenschaften (z. B. Funktion, Dauerhaltbarkeit, Handling, Verarbeitungsqualität, Korrosionsverhalten) von Sport- und Freizeitgeräten und vergibt das GS-Zeichen. Für nähere Informationen können Sie sich auch mit einer entsprechenden Frage direkt an die LGA QualiTest GmbH, Tillystraße 2, 90431 Nürnberg wenden.