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KomNet-Wissensdatenbank

Inwieweit muss an E-Schweißplätzen mit metallischem Fußboden eine Standortisolierung gegenüber Erde vorhanden sein?

KomNet Dialog 6235

Stand: 24.01.2008

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > angrenzende Bereiche > Sicherer Transport

Dialog
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Frage:

An einigen E-Schweißplätzen ohne erhöhte elektrische Gefährung sind auf dem Fußboden Metallplatten, worauf sich der Mitarbeiter befindet. Inwieweit muss hier eine Standortisolierung gegenüber Erde vorhanden sein, beim Umgang mit elektrischen Betriebsmittel? Wo steht das? Wie kann die Isolierung nachgewiesen werden?

Antwort:

Gemäß der GUV-Regel (GUV-R 500) Kapitel  2.26 (Schweißen, Schneoden und verwandte Verfahren) Nr. 3.23.1 hat der Unternehmer dafür zu sorgen, dass bei Lichtbogenarbeiten unter erhöhter elektrischer Gefährdung
1. nur geeignete und nach Abschnitt 3.22 gekennzeichnete Schweißstromquellen verwendet werden und
2. besondere Schutzmaßnahmen gegen elektrische Durchströmung durchgeführt sind.
3.23.2 Die Versicherten dürfen Lichtbogenarbeiten unter erhöhter elektrischer Gefährdung nur ausführen, wenn sie
1. hierfür nach Abschnitt 3.22 gekennzeichnete Schweißstromquellen verwenden und
2. sich gegen elektrische Durchströmung zusätzlich durch Maßnahmen nach Abschnitt 3.23.1 Nr. 2 schützen.

Nr. 3.22 der BGR 500 (Kapitel 2.26) besagt, dass Schweißstromquellen so beschaffen sein müssen, dass Arbeitnehmer geschützt sind,

a) gegen direktes Berühren aktiver Teile durch eine für die vorgesehenen Einsatzbedingungen ausreichende Schutzart und
b) bei indirektem Berühren durch eine geeignete Schutzklasse und Isolierung des Schweißstromkreises gegen den Versorgungsstromkreis und gegen den Schutzleiter;

Die vorgenannten Maßnahmen dienen dazu, den Arbeitsplatz der Schweißer gegen Spannungsverschleppungen zu schützen.

Links: http://regelwerk.unfallkassen.de/regelwerk/index.jsp oder direkt http://regelwerk.unfallkassen.de/regelwerk/data/regelwerk/regeln/R500_226.pdf

Stand: November 2007