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Welche Beschaffenheitsanforderungen bestehen an die in der Betriebssicherheitsverordnung in Absatz 1 genannten Auskleidungen?

KomNet Dialog 6160

Stand:

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Druckbehälter > Prüfung von Druckbehältern und Zubehör

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Frage:

In § 17 der Betriebssicherheitsverordnung werden die Prüfungen nach den den §§ 14 bis 16 der BetrSichV an besonderen Druckgeräten nach Anhang 5 zur BetrSichV geregelt. Im Anhang 5 Abschnitt 7 werden die Prüffristen für Druckgeräte mit Auskleidung oder Ausmauerung geregelt. Welche Beschaffenheitsanforderungen bestehen an die in Absatz 1 genannten Auskleidungen? Wie kann ein Aufbau solcher Auskleidungen aussehen?

Antwort:

Die Beschaffenheitsanforderungen an die Auskleidung eines Behälters richten sich nach den Einsatzbedingungen. Die Auskleidung muss mit dem verwendeten Beschickungsgut verträglich sein.

Anforderungen an Druckgeräte richten sich neben den Beschaffenheitsnormen (z.B. DIN EN 13445) bei Druckbehältern nach dem AD 2000 Regelwerk welches als technische Spezifikation die wesentlichen Sicherheitsanforderungen, der europäischen Druckgeräterichtlinie erfüllt. Die AD 2000-Merkblätter werden von den in der "Arbeitsgemeinschaft Druckbehälter" (AD) zusammenarbeitenden Verbänden erstellt. (http://www.ad-2000.de/servlet/PB/menu/1016266/index.html)

Relevant ist z.B. das Merkblatt AD-HP 801 Nr. 19 vom April 2002 "Besondere Druckbehälter - Druckbehälter mit Auskleidung oder Ausmauerung". Siehe dazu http://www.druckgeraete-online.de/seiten/ad2000/ad2000_hp_bes.htm.

In der  TRB 801 (pdf) finden sich zu Auskleidungen weitere Informationen:
3.1 Auskleidungen sind dadurch gekennzeichnet, dass sie in den fertiggestellten Druckbehälter nachträglich eingebracht werden.

3.2 Auskleidungen dienen dazu, Druckbehälterwandungen vor Einflüssen der Beschickung zu schützen, z.B. vor unzulässiger Korrosion oder Wärmeeinwirkung. Auskleidungen können auch dazu dienen, die Beschickung vor unerwünschten Einflüssen durch die Behälterwand zu schützen, z.B. vor Verunreinigung.

3.3 Auskleidungen nach Abschnitt 2.1 können auf der ganzen Fläche mit der Behälterwand fest verbunden sein, z.B. Verbleiung, Verzinkung, Verzinnung, Emaillierung, Gummierung.

Bezüglich konkreter Anorderungen an die Auskleidungen empfehlen wir mit der zugelassenen Überwachungsstelle Kontakt aufzunehmen, um den jeweiligen Einzelfall zu prüfen.

Stand: November 2007