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KomNet-Wissensdatenbank

Sind die genannten radioaktiven Unterrichtsquellen meldepflichtig?

KomNet Dialog 6156

Stand: 06.08.2012

Kategorie: Physikalische Belastungen und Beanspruchungen > Ionisierende Strahlung > Umgang mit radioaktiven Stoffen

Dialog
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Frage:

In unserer Schule haben wir die folgenden radioaktiven Unterrichtsquellensatz (09047.10 Phywe): Pu-238 Plutonium, Kr-85 Krypton, Na-22 Natrium, Co-60 Kobald Außerdem separat den Strahler: Ra-226 Radon Meine Fragen: Sind diese Unterrichtsquellen meldepflichtig? Falls ja, gibt es ein Formular zur Meldung dieser Stoffe oder reicht eine formlose Meldung aus?

Antwort:

Der Unterrichtsquellensatz (09047.10 Phywe) ist bauartzugelassen unter der Zulassungsnummer NW 214/81. Bauartzugelassene Strahlenquellen sind entsprechend den Übergangsregelungen anzeigepflichtig gemäß § 4 Abs. 1 Strahlenschutzverordnung vom 30.6.1989 (StrlSchV, alt).

Die Anzeige ist formlos an die Aufsichtsbehörde (in NRW die Bezirksregierung) zu richten. Die Anzeige muss mindestens folgende Angaben enthalten:
- Nuklid
- Aktivität
- Bauartzulassungsnummer

Zu dem Unterrichtsquellensatz muss der Zulassungsschein vorliegen. Sollte der Zulassungsschein nicht mehr vorhanden sein, so kann dieser in der Regel beim Hersteller angefordert werden.

Zu dem angeführten Radium-226-Strahler kann keine Aussage getroffen werden, da die notwendigen Informationen fehlen. Ist der Ra-226-Strahler bauartzugelassen, so ist wie oben beschrieben zu verfahren.
Ist der Ra-226-Strahler nicht bauartzugelassen und liegt die Aktivität oberhalb der Freigrenze von 10 kBq, so ist der Umgang mit dem Strahler genehmigungspflichtig gemäß § 7 Strahlenschutzverordnung vom 20.07.2001 (StrlSchV neu). Genehmigungsbehörde ist in NRW ebenfalls die Bezirksregierung. In diesem Fall sollte jedoch auch die Möglichkeit der Entsorgung des Strahlers bei der Landessammelstelle für radioaktive Abfälle in Betracht gezogen werden.