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KomNet-Wissensdatenbank

Was ist bei der Kommunikation zwischen Hersteller und nachgeschaltetem Anwender zu beachten?

KomNet Dialog 6117

Stand: 14.09.2009

Kategorie: Sichere Chemikalien > Datenteilung > Nachgeschaltete Anwender

Dialog
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Frage:

Unser Unternehmen (nachgeschalteter Anwender > Formulierer) möchte Kontakt mit dem Lieferanten bzw. Hersteller aufnehmen. Was ist dabei zu beachten? Welche Fragen wären notwendig und welche überflüssig?

Antwort:

Eine allgemeingültige Antwort auf die Frage, welche Fragen notwendig und welche überflüssig sind, ist unseres Erachtens nicht möglich, da es auch immer auf den Einzelfall des jeweiligen nachgeschalteten Anwenders ankommt.
Je nach Art und Umfang der Kundenbeziehung und der bezogenen Stoffe kann es sinnvoll sein, standardisierte Fragebögen zu verwenden, damit diese möglichst leicht von Herstellern/Lieferanten beantwortet werden können. Beispielsweise stellt der BDI einen Standard-Muster-Fragebogen zur Verfügung.
Sinnvoll ist es jedoch, zu prüfen, ob die für Sie relevanten Fragen in einem Standard-Fragebogen berücksichtigt sind. Sollte dies nicht der Fall sein, kann es notwendig sein, den Lieferanten spezifischer anzusprechen.
Wichtige Fragen können sein:
- welche Rohstoffe benutzen Sie, die für Ihren Prozess unabdingbar sind?
- welche Rohstoffe könnten Sie auf keinen Fall ersetzen?
- welche Rohstoffe benötigen Sie in einer bestimmten Spezifikation / Qualität?
- benutzen Sie Nischenprodukte, die nur von wenigen Herstellern hergestellt werden?
- haben Sie außergewöhnliche Verwendungen der eingesetzten Rohstoffe, mit denen ihr Lieferant nicht rechnet und deshalb diese ggf. nicht in seiner Registrierung berücksichtigt?
Je nach der Menge der von Ihnen für Ihre Formulierungen eingesetzten Rohstoffe kann es sinnvoll sein, sich zunächst auf die für Sie wichtigsten Rohstoffe bei der Abfrage an die Lieferanten beschränken. Möglicherweise kann auch auf die Abfrage von Informationen zu Standard-Rohstoffen verzichtet werden.