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Werden Rückstände von Seife, die während der Polymerisation zur Stabilisierung zugesetzt werden, als Teil des Polymers behandelt und sind dieses somit von der Registrierung ausgenommen?

KomNet Dialog 6005

Stand: 16.09.2009

Kategorie: Sichere Chemikalien > Begriffsbestimmungen > Produkttypen

Dialog
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Frage:

Während der Herstellung eines Polymers mittels Latex-Polymerisation wird ein Seifensystem eingesetzt, um das Polymer während der Herstellung zu stabilisieren. Das fertige Produkt kann geliefert werden als Latex oder durch Coagulation, Reinigung und Trocknung zu einem festen Produkt verarbeitet werden. Ein Teil der zugesetzten Seife kann im fertigen Polymer verbleiben. Handelt es sich bei diesen Seifenresten um einen Teil des Polymers und ist daher von der Registrierung ausgenommen?

Antwort:

Ja. Nach unserer Auffassung sind diese Seifenreste als Teil des Polymers zu behandeln. Entsprechend der REACH-Definition für Stoffe (Artikel 3 Ziffer 1): "chemisches Element und seine Verbindungen in natürlicher Form oder gewonnen durch ein Herstellungsverfahren, einschließlich der zur Wahrung seiner Stabilität notwendigen Zusatzstoffe und der durch das angewandte Verfahren bedingten Verunreinigungen, aber mit Ausnahme von Lösungsmitteln, die von dem Stoff ohne Beeinträchtigung seiner Stabilität und ohne Änderung seiner Zusammensetzung abgetrennt werden können."
Als Hersteller eines Polymers und Verwender eines zugekauften Seifenssystems ist zu beachten, dass der Seifenhersteller dieses registriert. Als Verwender sind Sie jedoch nicht verpflichtet, dieses Seifensystem als Teil eines Polymers zu registrieren.