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KomNet-Wissensdatenbank

Muss eine aus einem Drittland importierte Farbpaste registriert werden, wenn alle darin vorhandenen Stoffe bereits registriert bzw. zugelassen sind?

KomNet Dialog 6004

Stand: 16.09.2009

Kategorie: Sichere Chemikalien > Registrierung > Registrierungspflichtige Stoffe

Dialog
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Frage:

Wir als Handelshaus importieren aus einem Drittland (Schweiz) eine Zubereitung (Farbpaste). Angenommen, sämtliche Rohstoffe dieser Paste wurden vorher von den Herstellern für diese Pastenanwendung zugelassen. Müssen wir diese Zubereitung als Importeur zulassen (registrieren) Oder ist diese dadurch registrierungsfrei. Mit anderen Worten: Ist die Zubereitung für den Importeur registrierungspflichtig, wenn alle darin vorhandenen Stoffe bereits registriert und anwendungsbezogen zugelassen sind?

Antwort:

1) Der von Ihnen genannte dortige Hersteller, der seinen Sitz in der Schweiz hat, kann als Non-EU-Lieferant selbst überhaupt keine Registrierung in der EU vornehmen lassen. Er muss dies über einen Alleinvertreter mit Sitz in der EU tun.
2) Falls er das getan hat und der Alleinvertreter somit alle Inhaltsstoffe der Zubereitung registriert, wären sie lediglich nachgeschalteter Anwender und hätten keinerlei Registrierungspflichten.
3) Importieren Sie, ohne dass ein Alleinvertreter eingeschaltet wurde, sind Sie prinzipiell für die Registrierung verantwortlich, falls die Tonnage der Einzelstoffe in der Zubereitung die Ein-Tonnenschwelle pro Jahr überschreitet (siehe auch Dialog 5245 der REACH-Wissensdatenbank). Wurde der Stoff bereits von anderen registriert, müssen Sie selbst dennoch registrieren, können jedoch gegen Bezahlung auf die erforderlichen Studien im Dossier der Erstregistrierer zugreifen.