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KomNet-Wissensdatenbank

Für welche metallischen Legierungen besteht eine Vorregistrierungspflicht?

KomNet Dialog 5708

Stand: 22.09.2009

Kategorie:

Dialog
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Frage:

Wie können wir als Importeur und nachgeschalteter Anwender von metallischen Legierungen bzw. Halbzeugen (Rohre) aus Nicht-EU-Ländern (Schweiz) feststellen, ob und für welche Legierungen eine Vorregistrierungspflicht besteht? Speziell z.B. für die Legierung CuBe2. Beryllium wird als Reinstoff in der REACH-Verordnung auf S.513 (Anhang XVII/Anlage 2 als krebserzeugender Stoff: Kategorie 2) aufgelistet. Gibt es eine Liste über vorzuregistrierende Legierungen?

Antwort:

Legierungen werden im Rahmen der REACH Verordnung als Zubereitung betrachtet und sind nicht als solche zu registrieren, sondern die darin enthaltenen Stoffe sind registrierungspflichtig. In Ihrem Fall sind das die entsprechenden Metalle.
Beziehen Sie Legierungen in Form von Rohren, gelten diese als Erzeugnisse und in diesem Fall unterliegen sie keiner Registrierungspflicht. Sie müssen jedoch prüfen, ob Sie im Rahmen des Artikels 7 Absatz 2 und 3 der REACH Verordnung meldepflichtig hinsichtlich besonders gefährlicher Stoffe sind.
Es gibt keine Liste vorzuregistrierender Stoffe. Grundsätzlich sollten aber so viele Stoffe wie möglich vorregistriert werden, um die Übergangsfristen des Art. 23 zur Registrierung in Anspruch nehmen zu können.