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KomNet-Wissensdatenbank

Welche rechtlichen Anforderungen gelten für `home-Office`- Arbeitsplätze?

KomNet Dialog 5698

Stand: 15.09.2016

Kategorie: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Bildschirmarbeitsplätze > Telearbeit, Homeoffice

Dialog
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Frage:

Welche rechtlichen Anforderungen gelten für `home-Office`- Arbeitsplätze? Dabei ist nicht nur die reine Telearbeit gemeint, sondern die Außendienstler mit viel Kundenkontakt und nur gelegentlichen Meetings in der Firma. - Welche Gesetze gelten (ArbstättV,.....)?, - Wie ist die Unfallversicherung zu regeln? - Welche Vorgaben seitens der BG gibt es? - Wie ist eine Kontrolle durch den Arbeitgeber/Arbeitscchutzbehörde/BG geregelt?

Antwort:

Das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) in Verbindung mit der Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV) findet auf Homeoffice bzw. Telearbeitsplätze voll Anwendung. Es ist auch dort Arbeitgeberpflicht, für geeignete und sichere Arbeitsbedingungen zu sorgen. Hierzu muss in der Regel ein Zutrittsrecht des Arbeitgebers und ggf. beauftragter Personen (Betriebsarzt, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Datenschutzbeaftragter) in die private Wohnung des Mitarbeiters vereinbart werden. Ausführliche Informationen zur Thematik enthalten die Publikation der gesetzlichen Unfallversicherung "Telearbeit – Gesundheit, Gestaltung, Recht" sowie die einschlägigen Informationen auf den Internetseiten von ergo-online.
Informationen zur Telearbeit hat auch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) unter diesem Link zusammengestellt: http://www.lgl.bayern.de/arbeitsschutz/arbeitsmedizin/ergonomie/telearbeitsplaetze.htm .

Über die Gefährdungsbeurteilung (§ 5 ArbSchG) ist der Arbeitgeber gehalten, bei der Telearbeit auch die weiteren Vorschriften zum Arbeitsschutz zu berücksichtigen. Das bedeutet, dass der Arbeitgeber den Arbeitsschutz auch außerhalb des in seinem unmittelbaren Dispositionsbereich stehenden Betriebes zu garantieren hat. Er bleibt dort auch für den Arbeits- und Gesundheitsschutz verantwortlich.

Auch Telearbeitnehmer genießen wie alle Beschäftigten den vollen Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.