Inhaltsbereich
Seitentitel

KomNet-Wissensdatenbank

Fragen zu den Registrierungsanforderungen nachgeschalteter Anwender der chemischen Industrie im Hilfsmittelbereich

KomNet Dialog 5586

Stand: 23.09.2009

Kategorie: Sichere Chemikalien > Registrierung > Registrierungspflichtige Stoffe

Dialog
Favorit

Frage:

1. Würden Sie uns empfehlen, bei importierten Zubereitungen die darin enthaltenen Stoffe (Kenntnis darüber vorausgesetzt) vorzuregistrieren? 2. Müssen wir als Verwender von Ethylenoxid (zulassungspflichtig), das wir als Zwischenprodukt unter Einhaltung der Bedingungen strictly controlled und rigorously contained verwenden, unsere Anwendung zulassen? Und welche Registrieranforderungen gelten in diesem Fall? 3. Was müssen wir als gewerbliche Lackiererei bei den uns gelieferten Produkten nach dem 01.06.2007 beachten, welche Pflichten kommen auf uns zu, welche davon greifen sofort nach Inkrafttreten?

Antwort:

zu Frage 1:
Um Phase-in-Stoffe nach der Vorregistrierungspflicht weiter verwenden zu können, müssen Sie diese, wenn sie in Mengen von über 1 Tonne pro Jahr und Hersteller importiert werden, vorregistrieren. Dies ist auch deswegen zu empfehlen, um im Rahmen des SIEFs (Substance Information Exchange Forum) auf Prüfungen anderer Hersteller zurückgreifen und verlängerte Registrierungsfristen in Anspruch nehmen zu können.

zu Frage 2:
Standortinterne isolierte und transportierte isolierte Zwischenprodukte sind von der Zulassung ausgenommen. Wird Ethylenoxid als ein solches Zwischenprodukt von Ihnen als „nachgeschalteter Anwender“ verwendet, unterliegt es nicht der Zulassung. Als nachgeschalteter Anwender bestehen für Sie auch keine Registrierpflichten. Sie haben allenfalls im Falle einer Verwendung, die von derjenigen abweicht, die Ihnen ihr Vorlieferant in einem Expositionsszenario mitgeteilt hat, evtl. nur eine Meldepflicht gemäß Art. 37).

zu Frage 3:
Die wesentliche Pflicht als Lackierer ist es, die Risikominderungsmaßnahmen, die im Sicherheitsdatenblatt und in den Anhängen beschrieben sind, umzusetzen. Diese Pflicht greift sofort nach Inkrafttreten von REACH. Falls diese Risikominderungsmaßnahmen für Sie „nicht geeignet“ sind, müssen Sie dies Ihrem unmittelbaren Vorlieferanten ab 1.6.2007 mitteilen. Sie müssen Ihrem Vorlieferanten auch neue Erkenntnisse über die Gefährlichkeit des gelieferten Stoffes bzw. der gelieferten Stoffe in einer Zubereitung – unabhängig von der Verwendung – mitteilen.