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KomNet-Wissensdatenbank

Gibt es Ausführungsbestimmungen, wie `identifizierte Verwendungen` festzulegen sind?

KomNet Dialog 5542

Stand: 24.09.2009

Kategorie: Sichere Chemikalien > Begriffsbestimmungen > Produkttypen

Dialog
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Frage:

Gibt es Ausführungsbestimmungen, wie `identifizierte Verwendungen` festzulegen sind bzw. ist etwas derartiges geplant? Wenn das völlig frei gehandhabt werden kann, kann man diese - um die Extreme zu nennen - entweder mit ganz pauschalen Oberbegriffen beschreiben, die alles mögliche enthalten oder bis ins kleinste Detail differenzieren. Beides hat Auswirkungen, die nicht im Sinne der Verordnung sein dürften.

Antwort:

Nach Anhang VI der REACH-Verordnung müssen unter Ziffer 3 "Angaben zur Herstellung und Verwendung des Stoffes" gemacht werden. Dabei ist nur von einer Kurzbeschreibung die Rede, nicht von ausführlicher Beschreibung. Ausdrücklich wird dort gesagt, dass keine geschäftlich sensiblen Angaben gemacht werden. Es liegt also im Ermessen des Registrierers, wie detailliert er seinen Herstellungsprozess darstellt.
Im RIP 3.2-Prozess wird ein Leitfäden zu Verwendungs- und Expositionskategorien erarbeitet. Mit Hilfe dieses Leitfadens soll die von REACH geforderte Kommunikation zwischen Hersteller/Importeur auf der einen Seite und Kunde, Weiterverarbeiter oder Formulierer auf der anderen Seite kategorisiert bzw. standardisiert und damit vereinfacht werden. Wir empfehlen die Nutzung dieses Leitfadens auch bei der Erstellung des erweiterten Sicherheitsdatenblatts unter REACH. Die Verhandlungen zu RIP 3.2 können Sie im Internet unter http://ecb.jrc.it/reach/rip/ nachlesen. Das Ende der Verhandlungen und die Vorlage abgestimmter Dokumente sind für Mitte des Jahres 2007 angekündigt. Hinweis: Hier gelangen Sie zum Wegweiser zu den Leitlinien zu Informationsanforderungen und Stoffsicherheitsbeurteilung.