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KomNet-Wissensdatenbank

Fallen Kaffeemaschinen unter die Maschinenrichtlinie?

KomNet Dialog 5522

Stand: 04.05.2007

Kategorie: Sichere Produkte > Inverkehrbringen und Kennzeichnung > Inverkehrbringen

Dialog
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Frage:

Wir stellen vorwiegend Kaffeemaschinen (Vollautomaten --> keine `klassischen` Überbrühgeräte) für den privaten und semi-professionellen Bereich her, die weltweit vertrieben werden. Gegenwärtig ist unklar, ob unsere Geräte der Maschinenrichtlinie unterliegen?

Antwort:

Nach derzeitiger Rechtsauffassung ist die Anwendung der 9. GPSGV i.V.m. der Maschinenrichtlinie 98/37/EG auf Kaffeemaschinen nicht zwingend.
Die DIN EN 60335-2-75, Ausgabe:2005-09 Sicherheit elektrischer Geräte für den Hausgebrauch und ähnliche Zwecke - Teil 2-75: Besondere Anforderungen für Ausgabegeräte und Warenautomaten für den gewerblichen Gebrauch ist und die DIN EN 60335-2-15 Berichtigung 2, Ausgabe:2007-05 Sicherheit elektrischer Geräte für den Hausgebrauch und ähnliche Zwecke - Teil 2-15: Besondere Anforderungen für Geräte zur Flüssigkeitserhitzung sind unterhalb der Niederspannungsrichtlinie angesiedelt.
Mit der neuen Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, die noch nicht in nationales Recht umgesetzt ist, wird zukünftige eine klare Trennung zwischen Niederspannungs- und Maschinenrichtlinie stattfinden.
Beispielsweise ist davon auszugehen, dass nur noch Kaffeemaschinen, die für die häusliche Verwendung vorgesehen sind, unter die Niederspannungsrichtlinie fallen. Alle anderen Kaffeemaschinen werden dann als Maschinen im Sinne der neuen Maschinenrichtlinie betrachtet.