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KomNet-Wissensdatenbank

Hat ein Arbeitgeber für Getränke zu sorgen?

KomNet Dialog 5489

Stand: 08.08.2018

Kategorie: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Arbeitsplatz- und Arbeitsstättenbeschaffenheit > Rechts- und Auslegungsfragen, Sonstiges (9.1.11)

Dialog
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Frage:

Hier in der Einrichtung kam die Frage auf, ob der Arbeitgeber für Getränke zu sorgen hat oder nicht? Wenn ja: wann? Wovon abhängig?

Antwort:

Für den Arbeitgeber gibt es keine generelle Pflicht der kostenlosen Getränkebereitstellung. Nur wenn es sich um Hitzearbeiten handelt, sind vom Arbeitgeber Getränke bereitzustellen.

Ob ein Hitzearbeitsplatz vorliegt, hängt von mehreren Faktoren ab, die der Arbeitgeber im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung ermitteln muss.


Die DGUV Information 213-022 "Beurteilung von Hitzearbeit" ist eine kurze und praxisnahe Handlungshilfe zur Beurteilung einer möglichen Gefährdung bei Hitzearbeit. Dazu wurden 13 Kernfragen in leicht verständlicher Sprache aufbereitet und beantwortet. Weitergehende Informationen finden sie in der DGUV Information 213-002 "Hitzearbeit; Erkenne - beurteilen - schützen".


Unter der Nummer 5.2 des Anhangs der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) ist nachzulesen, dass die Beschäftigten auf Baustellen, in der Nähe der Arbeitsplätze, über Trinkwasser oder ein anderes alkoholfreies Getränk verfügen können müssen.

Bei der Beurteilung, ob Getränke für die Beschäftigten bereit zu stellen sind, sollte sich der Arbeitgeber durch die Betriebsärztin/ den Betriebsarzt und von der Fachkraft für Arbeitssicherheit beraten lassen.


Hinweis:

Auf die Informationen der BG Bau möchten wir hinweisen.